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Newsletter Februar 2008

Spirit of Adventure

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Am 07.02.2008 ging es endlich für mich zur „Spirit of New Zealand“. Die „Spirit of New Zealand“ ist ein großes Segelschiff und wir segelten für 10 Tage in Coromandel, südöstlich von Auckland. Mit mir waren dort 39 andere „Trainees“. Davon waren 38 Kiwis und ein Schweizer. Die Crew bestand aus 11 Leuten, so dass wir am Ende 51 Leute an Bord waren.
Es waren schon recht viele, aber das Segelschiff bot allen genügend Platz an Deck. In den Schlafkabinen wurde es doch ab und zu eng, aber das war ok, da wir dort nur die Nächte verbrachten.
Am ersten Tag bekam jeder von uns eine Nummer, die bestimmte, in welcher „Watch“ man war und welches Bett man hatte. Es gab vier Schiffswachen und jede hatte jeden Tag eine andere Segelstation und andere Aufgaben zu tun. Wir routierten immer durch, so dass jede Gruppe alles einmal machen konnte. Außerdem war eine Schiffswache jeden Tag mit „Specials“ dran. Das hieß so, weil die Gruppe dann z.B. Geschirr spülen musste oder Essen servieren sollte.
Der tägliche Tagesablauf sah folgendermaßen aus:
Wir standen jeden Morgen um 6.30 Uhr auf. Dann machten wir uns warm und sprangen ins Wasser, um erstmal eine Runde zu schwimmen. Danach durften wir eine kalte Frischwasserdusche nehmen, um ein wenig das Salz auf unserem Körper loszuwerden. Dies durfte allerhöchstens eine Minute dauern und wir konnten keine Seife benutzen, da das Wasser an Bord sehr kostbar war!
Danach gab es ein gutes Frühstück. Um 8 Uhr mussten wir zur „Colours“ antreten. Jeder musste in Reih und Glied auf dem Deck stehen. Dann wurde die Flagge gehisst und die Schiffsglocke achtmal geschlagen. Es wurde außerdem auch der Tag besprochen - wohin wir seglen würden und was die Aktivitäten für den Tag waren.
Dann ging jede Gruppe zu ihrer Segelstation und hisste das Segel. Meine Lieblingssegelstaion war der Mast!! Er war etwa 50 Meter hoch und wir mussten bis nach ganz oben klettern, dann auf den Balken rüber, wo die Segel befestigt sind, bis ans Ende klettern und ein Seil über die Ecke werfen. Dies war jedesmal eine Herausforderung - vor allem, wenn der Wind den Mast erzittern ließ. ;o)
Nach einer kurzen Tee-Pause, wo es meist Kuchen gab, standen Aktivitäten auf dem Plan, die meist Teamspiele waren, da eines der Ziele an Bord war, die Teamfähigkeit zu verbessern und zu lernen, wie man ein Team leitet. In jeder Gruppe musste jeder für mindestens einen halben Tag seine Teamkollegen anführen.
Nach dem Mittagessen hatten wir manchmal Meetings, wo jemand von der Crew uns z.B. etwas übers Navigieren beibrachte oder wir andere Dinge besprachen.
Dann gab es wieder eine kurze Tee-Pause, welche ein kleiner Snack zwischendurch war. Danach bereiteten wir uns darauf vor, die Segel wieder einzuholen, bevor wir ankerten.
Nach dem Abendessen hatten wir meist noch kurze Treffen mit allen Teilnehmern und sprachen über den Tag oder spielten Spiele.
Um 22 Uhr fiel jeder glücklich in sein Bett und schlief meistens direkt ein, außer die armen Leute, die Nachtwache hatten. Sie führten über Nacht das Logbuch und überprüften die Instrumente, damit das Schiff nicht plötzlich abgetrieben wird, weil zu starker Wind ist.
Manche Tage waren jedoch auch anders. Wir machten z.B. an einem Tag einen Strandtag, wo wir an einer schönen Bucht die Schlauchboote aufpumpten und dann zum Strand paddelten. Dort spielten wir Fußball, Rugby und Volleyball. Manche gingen auch einfach nur schwimmen. Außerdem machten wir Tagesausflüge und erkundeten die Inseln in der Nähe. Wir wanderten zu Wasserfällen und zu einem Kauri-Damm.
An einigen Tagen bauten wir den „Yard Swing“ auf. Dieses war ein Seil, das oben am Mast befestigt war und wir schwangen uns vom Boot ins Wasser. Ein paar von uns versuchten, Backflips zu machen oder kopfüber ins Wasser einzutauchen.
An einem Tag hatten wir „Trainee-Day“. Da mussten wir das ganze Schiff allein segeln - ohne die Hilfe der Crew. Wir mussten außerdem aus der Gruppe unseren Kapitän und all die anderen Positionen wählen.
Ich fand dieses Erlebnis eines meiner besten Dinge, die ich hier in Neuseeland gemacht habe. Ich habe fast 40 neue Freunde gefunden und wir hatten so viel Spaß auf dem Boot. Teilweise war es jedoch recht anstrengend, was aber mit einem traumhaften Sonnenuntergang am Abend belohnt wurde. Außerdem sahen wir Delfine und Hammerhaie, was auch cool war.
Ich kann diesen Trip jedem nur weiterempfehlen!! Es ist eine einmalige Erfahrung!! Und keine Reise ist wie die andere .Jede Reise ist anders: andere Leute, andere Segelrouten und andere Herausforderungen!!
Just do it!!

Felix Jonas

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