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Newsletter Mai 2010

 





Nordinsel Tour - Seite 1

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„We are family, I've got all my sisters with me…” tönt es bis aus den letzten Reihen unseres Reisebusses. Und irgendwie passt dieses Lied zu unserer Nordinseltourtruppe. Acht Tage sind wir, begleitet von unseren Guides Sonja und Kiki in unserem Auto „Ma Waka” (weißes Auto) auf der Nordinsel mit ihrer beeindruckenden Landschaft herumgetourt.

Zum ersten Mal haben wir uns in Wellington getroffen, wo beim gemeinsamen Abendessen ein großes Kennenlernen und Beschnuppern angesagt war. Am nächsten Morgen ging es auf eine von Kiki geführte Tour durch Neuseelands Hauptstadt Wellington - ein bisschen Kultur, ein bisschen Stadtgeschichte, ein bisschen Landschaft und viel shoppen.

Am Ostersonntag ging es früh los zu unserem Trip in den Tongariro Nationalpark, in dem einige von uns Aktivitäten geplant hatten und andere mit Kiki die Natur genießen wollten. Von der Natur beeindruckt, stieg die Vorfreude auf die bevorstehende „Herr der Ringe Tour”, die der Großteil von uns machen wollte. Wir alle wurden zu Orks, Gollums und Frodos. In jedem kleinsten Detail wurden uns die Schauplätze erklärt, Szenen nachgestellt, Tricks erläutert, Fotos über Fotos gemacht – wir hatten jede Menge Spaß dabei!

Der Rest der Gruppe hat mit Kiki und Sonja dem Tongariro Nationalpark einen Besuch abgestattet. Nach 2 ½ Stunden saßen wir alle wieder vereint in unserem Auto auf dem Weg nach Waitomo. Der Abend klang bei Spielen und Gesprächen gemütlich aus, bis auch dem Letzten die Augen zufielen.

Am nächsten Morgen traten einige Schüler ein einzigartiges Abenteuer in die Höhlenwelt Neuseelands an – Blackwater Rafting. In einem Gummireifen durchs Wasser raften, eine geniale Aktivität. Der Rest der Gruppe verbrachte die Zeit mit Volleyball spielen und Sonne genießen, bevor es weiter nach Rotorua ging.
Kurz vor Rotorua bog Sonja plötzlich links ab. Wir guckten uns um und sahen Bälle einen Berg runterrollen, riesige durchsichtige Bälle. Kiki erklärte uns, dass wir nun die Möglichkeit hätten, in so einem Ball mit Wasser gefüllt, den Berg herunterzurollen - warum also nicht Chance ergreifen? Später wurden wir aufgeklärt, dass diese riesigen Bälle „ZORB” genannt werden. Nach einer aufregenden und verrückten halben Stunde ging es nass und ein wenig erschöpft, aber strahlend über das ganze Gesicht, in unser Hostel in Rotorua.

Am Abend wurden wir gefragt, worauf wir uns besonders freuen und die eindeutige Antwort war: Bone Carving und das Maori Village, ein Dorf, das Besuchern die Traditionen und die Kultur der Ureinwohner Neuseelands näherbringt. In dieses Dorf wollten wir an diesem Abend fahren. Wir wurden von unserem Busfahrer abgeholt, der wirklich einzigartig war - wir haben noch Tage danach von ihm gesprochen. Auf unserer Fahrt zum Maori Village wurden wir intensivst von ihm unterhalten, eingeführt und aufgeklärt, so dass wir den Abend in vollen Zügen genießen konnten. Alle in der Gruppe waren von dem uns gebotenen Spektakel fasziniert und wir gaben uns völlig der fremden Kultur hin. Besonders beeindruckend waren der Gesang und die Tanzauffühung der Maori. Unser Besuch wurde mit einem Hangi gekrönt, das Essen wird hierbei unter der Erde aufbewahrt und durch heiße Steine von oben über Stunden hinweg erhitzt und gegart. Am Ende des Tages sind wir alle friedlich eingeschlummert.

Den nächsten Morgen konnten wir kaum erwarten, denn einige von uns starteten mit einem Trip in das Thermalbad „Wai-O-Tapu” und andere besuchten eine Kiwiaufzuchststaion. Am Nachmittag stand White Water Rafting auf dem Programm. Gesprächsthema Nummer eins auf der Fahrt dorthin waren natürlich der sieben Meter hohe Wasserfall und die Wahrscheinlichkeit, dass das Boot umkippen könnte... Nach anfänglichen Bedenken war aber das Gefühl danach umso größer – ein unbeschreiblich tolles Erlebnis. Den Abend mit einem Bad im heißen Spa ausklingen zu lassen, war genau das richtige.  

Am nächsten Morgen hatten wir uns passend für das bevorstehende Kajaken und Reiten in Whitianga (Coromandel) gekleidet. Die Vorfreude war riesig. Unser Hostel im Ort war nicht weit entfernt vom Hafen und somit wurde dieser in unserer zwar kurzen, aber schönen Zeit zu unserem Lieblingsplatz. Egal, in welche Stadt wir kamen, das Wasser, der Hafen oder der Fluss waren immer etwas Besonderes für uns.
Alle Aktivitäten waren für uns eine Chance, diese unglaublich schöne Natur intensiver auf uns wirken zu lassen. Abends sind wir alle zusammen zum Strand gegangen und haben uns Geschichten erzählt,  getanzt, Musik gehört, mit Leuten von anderen Gruppen ausgetauscht und gelacht.

Auf den nächsten Tag haben wir uns mit am meisten gefreut. Wir sind Knochen schnitzen gegangen. Uns war die Freude und Gespanntheit bei dieser Arbeit ins Gesicht geschrieben. 2½ Stunden haben wir vor uns hin geschnitzt, bis auch der Letzte den Feinschliff an seinem Anhänger beendet hatte und wir alle glücklich aus der Werkstatt traten. Nach der Lunchpause riefen das Fernweh und die Neugier auf Auckland. „I can see the SKYTOWER!” rief jemand und wir waren angekommen. Wir waren in Auckland. Nach der gewohnten Zimmerverteilung sind wir zusammen in das Stadtzentrum gelaufen, um mal wieder Großstadtluft zu schnuppern. Das zweite Highlight des Tages konnten wir schon von Weitem sehen – den Skytower. Die Aussicht, die uns oben auf dem Fernsehturm erwartete, war einmalig. Keiner von uns wollte wieder runter. Am liebsten die Zeit anhalten. Freundschaften und Erinnerungen wurden verfestigt, Fotos gemacht und gesungen – ein Hammererlebnis.

Für die Jungs war der folgende Tag ihr großer Tag. Der Sprung vom Skytower war geplant. Die Ärmsten haben vor Angst die ganze Nacht nicht schlafen können. Mit Energiedrinks bereiteten sie sich auf dem Weg zum Fernsehturm auf ihren Sprung vor, es sollte 192 Meter in die Tiefe gehen. Der Rest der Gruppe hat unten gestanden und mitgefiebert. Unser Brasilianer hat den Sprung als erster gewagt. Auf die Frage, wie es gewesen sei, kam nur unverständliches portugiesisches Gemurmel. Nicht wirklich anders war es mit unserem Deutschen. Nur das einzige Mädchen rief uns begeistert zu „Wooohoo, that was amazing!“ und somit gab es vom Rest der Gruppe den größten Respekt für den Rest des Tages, den wir mit einem Besuch beim Americas Cup Sailing und mit der Besichtigung von Stachelrochen verbrachten.

Am Abend waren wir alle ein wenig traurig, denn es war unser letzter gemeinsamer Abend. Was wir erlebt haben, war einfach zu schön, um uns die Stimmung vermiesen zu lassen. Lange und intensiv verabschiedeten wir uns am nächsten Norgen von denen, die die Tour in Auckland verließen. Dann ging es weiter nach Pahia. Wir alle waren uns schnell einig – wir lieben Pahia von dem Moment an, als wir in den Ort hineingefahren sind. Der Strand war einfach umwerfend, die Inseln, die man sehen konnte, ebenfalls und die Unterbringung war auch toll. Das Sahnehäubchen war aber definitiv die Tatsache, dass wir für drei Nächte dort bleiben würden. Somit haben wir den ersten Tag einfach nur genossen. Für einige von uns, war dieser Tag ein ganz, ganz besonderer (denn ganz besonders waren sie ja so oder so schon), denn sie sind mit Delfinen geschwommen. Der Rest der Gruppe hat am Strand entspannt und auf eigene Faust schwimmend oder mit dem Kayak die umliegenden Inseln erkundet. Der Abend klang ganz Kiwi-Style mit Fish & Chips am Strand aus.

Am nächsten Tag folgte mein persönliches Highlight, ein Tagesausflug zum Cape Reinga. Alle zusammen sind wir zum Leuchtturm gelaufen. Dort haben wir ein faszinierendes Naturschauspiel erlebt. Wenn man auf das Meer hinausschaut, kann man die Stelle sehen, wo das Tasmanische Meer und der Pazifik aufeinander treffen. Die Wellen prallen quasi  aneinander ab. Next Stop war der „Ninety Mile Beach“ in dessen Dünen wir Sandboarden waren. Auf dem Rückweg waren wir uns mehr als einig, dass der Tag „a very special one“ war .

Am nächsten Tag ging es weiter und der letzte Tag stand an. Wir gingen tauchen in Tutukaka. Der letzte Abend war traurig, denn wir hatten einander so lieb gewonnen. Zum Abschied wurden Fotos ausgetauscht und auf DVD gebrannt und dann ging die Party los, also zumindest ein bisschen. Unserer Brasilianerin haben wir zuerst noch eine Einführung in die deutsche Kunst des Singens gegeben, erst die Arbeit, dann das Vergnügen, immerhin haben wir während der Fahrt fleißig an unserem Portugiesisch gefeilt. Auf der Rückfahrt nach Auckland waren wir alle recht traurig, denn wer weiß, wann wir uns das nächste Mal wieder sehen würden. Der Abschied dauerte lange, ein letztes Mal haben wir auf die Tube gedrückt und unsere besten Songs rausgeschmettert. Und irgendwie sind wir uns sicher, dass wir uns bald wiedersehen werden.

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