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Alicia - High School Neuseeland Blog

07.04.18 Schule am anderen Ende der Welt

Hallo zusammen,
ich bin´s wieder aus dem immer noch wunderschönen und sonnigen Nelson.
Wie ich letztes Mal ja bereits schon erwähnt habe, werde ich euch heute mal ein wenig über die Schule hier in Neuseeland erzählen!

Der Unterricht beginnt in meiner Schule glücklicher Weise erst um 9.00 Uhr, somit ist man wirklich sehr viel wacher zum lernen. Da ja, wie bereits im letzten Blog erwähnt, hier am Nelson College for Girls eine Schuluniform getragen wird, bringt einem das morgens auch noch ein paar „wertvolle Schlafminuten“ mehr, denn die Uniform ist morgens natürlich ruckzuck gegriffen und angezogen…. ;-)
Aber während ich es am Anfang echt komisch fand so zur Schule zu gehen, bin ich mittlerweile total überzeugt, dass das eine wirklich gute Sache ist, da die Herkunft, der Preis und die Qualität der Kleidung jedes Einzelnen von niemanden bewertet werden und man sich während der Schulzeit mit seinen Freunden auf viel wichtigere Dinge konzentrieren kann.

In den Schulstunden muss ich mich hier nicht mit Fächern, die ich nicht so besonders gern mag „quälen“ ;). Ich konnte mir die Kurse aussuchen, die mich am meisten interessieren. Meine Fächer sind jetyt: Englisch, Mathe, Physik, Drama, Physical Education und Food and Life studies. Da die letzten drei in Deutschland nicht wirklich angeboten werden bzw. einfach ein wenig anders sind, erkläre ich euch mal kurz worum es jeweils geht.
In Food and Life studies dreht sich eigentlich alles rund ums Kochen, aber wir machen sowohl Theorie als auch Praxis. Letzteres macht mir natürlich immer am meisten Spaß – und vor allem ist es lecker ! :)
Drama ist ähnlich wie in Deutschland, einfach Theater spielen und Physical Education, ist mein absolutes Lieblingsfach hier, denn ich finde das Fach hier ist viel besser aufgebaut, als der Sportunterricht in Deutschland, unter anderem, weil die 2 wichtigsten Grundsätze sind, dass alle mit einbezogen werden und mitmachen, also Teamwork, und Spaß haben. Außerdem haben wir in PE auch Theorie-Stunden, aber dank meiner super netten Klasse und meiner tollen Lehrerin machen auch diese echt Spaß!. Vor einigen Wochen hatten wir einen sogenannten „Beachday“ mit meiner PE - Klasse, da haben wir einen ganzen Tag am Strand, mit Beach Volleyball, Raft racing, Flag racing, Schnorcheln und Rippa Rugby (das ist so eine Art Rugby ohne Körperkontakt) verbracht.
Das hat alles unglaublich viel Spaß gemacht, das einzige was aber leider ausgerechnet an diesem Tag nicht so schön war, war das Wetter, denn es hat permanent geregnet…! :( Aber davon haben wir uns natürlich nicht unterkriegen lassen und hatten trotzdem jede Menge Spaß!

AliciaWas mir auch echt gut gefällt ist,dass die Schüler hier in Häuser aufgeteilt sind, an meiner Schule gibt es fünf davon, und es dann verschiedene Wettbewerbe über das Schuljahr verteilt gibt, bei denen man Punkte für sein Haus sammeln kann. Jedes Haus hat seine eigene Farbe und alle kleiden sich dann an diesen Wettbewerbstagen immer komplett in der Farbe ihres Hauses. Das sieht manchmal echt lustig aus! :) Mein Haus heißt Maitai und unsere Farbe ist rot. Die anderen Häuser an meiner Schule haben die Farben gelb, grün, blau und lila. An diesen Tagen ist es also richtig bunt auf dem Schulgelände!
Man kann sich das Ganze ein bisschen so vorstellen wie bei Harry Potter, nur dass es hier halt nur für ein paar Tage pro Jahr von Bedeutung ist. So hatten wir z.B. am 8. März den sogenannten „House Hepathlon“. Dort gab es Wettkämpfe zwischen den Häusern, wie Gummistiefel-Weitwurf, Pferde- und Schubkarrenrennen, Tauziehen, und noch einige mehr. Es war wirklich total lustig und im Nachhinein bin ich echt froh mitgemacht zu haben, und nicht wie viele andere nur zugeschaut zu haben, denn es hat unglaublich viel Spaß gemacht ! :) Am Ende des Tages hat mein Haus übrigens sogar ganz knapp den zweiten Platz erreicht!

Generell muss ich sagen, dass hier in Neuseeland vieles anders ist als in Deutschland, es wird hier in der Schule z.B. sehr viel mehr mit Computer, und insbesondere mit Microsoft Office gearbeitet, als ich das von zu Hause gewohnt bin und - nicht zu fassen aber wahr!!! - es gibt sogar kostenloses WLAN in der Schule! :) Handys und Laptops sind im Unterricht erlaubt und werden oft für die Unterrichtsrecherche oder um sich Notizen zu machen eingesetzt. Und auch in den Pausen, könnte man sein Handy benutzen wenn man das möchte.
Die Lehrer hier in Neuseeland sind auch gar nicht streng und man hat das Gefühl, dass sie viel „näher“ am Schüler sind als bei uns zu Hause. Trotzdem bringen die Schüler ihnen Respekt entgegen und stellt Euch vor: Wenn die Stunde zu Ende ist, dann bedanken sich die Schüler für den Unterricht, bevor sie den Raum verlassen! Denn jeder sagt, oder murmelt zumindest, ein "Thanks" in Richtung des Lehrers. Diese Geste gefällt mir richtig gut!! :)

AliciaVon einer Aktion an meiner Schule möchte ich Euch auch gerne noch erzählen, da ich sie wirklich genial finde und dadurch auf einfache Art und Weise, etwas für den „guten Zweck“ erreicht wird.
8 mal pro Jahr, am sogenannten „Mufti-Day“ dürfen die Schüler in Privatkleidung zur Schule kommen, dafür müssen sie allerdings einen Dollar bezahlen und das Geld wird dann z.B. an eine Krebsorganisation gespendet. Wer keine Lust darauf hat, der kommt einfach in der Schuluniform und zahlt dann eben nichts.

Also, dies war nun mein kurzer Bericht über das Schulleben hier in Nelson. Das nächste Mal werde ich Euch wohl etwas von meiner Neuseelandrundreise erzählen, die ich nächste Woche starten werde und auf die ich mich schon sooooo sehr freue!!! :)

Ciao, Eure Alicia


24.02.18 Die Unterschiede :)

Kia ora everyone!
Nicht zu fassen, jetzt bin ich schon über einen Monat in Neuseeland!!

Hier ist es einfach wunderschön! Das Wetter ist wirklich sensationell und auch die Menschen hier sind viel offener und freundlicher als ich das aus der Großstadt eigentlich gewohnt bin! Meine Gastfamilie hat mich super aufgenommen, sie sind total nett und ich habe mich schon gut bei ihnen eingelebt. Coolerweise haben sie sogar einen Pool im Garten, sodass ich viel Zeit mit meinen zwei kleinen Gastschwestern beim Schwimmen verbringe :)

AliciaDie Schule unterscheidet sich zwar total von meiner Schule in Deutschland, ist aber eigentlich echt schön. Davon werde ich euch aber nächstes Mal ein wenig mehr berichten. Eine der coolsten Sachen ist, dass ich jeden Freitag „Nelson Experience“ habe, wo ich zusammen mit neun anderen internationalen Schülern, und einem Lehrer ;) Outdoor-Aktivitäten mache, die in Deutschland in unserem Alter wahrscheinlich nicht möglich wären. So haben wir uns zum Beispiel letzte Woche von einer Brücke in einen Fluss abgeseilt und in den nächsten Monaten werden wir noch Segeln, Kayaking, Rock Climbing, Windsurfen und viele weitere spannende Sachen ausprobieren.
Ich hätte mir gar nicht vorstellen können, dass ich mich so was wie „Abseiling“ jemals trauen würde, aber wie ihr ja auf dem Foto sehen könnt, habe ich glücklicherweise doch den Mut dazu gehabt und im Nachhinein bin ich echt froh es gemacht zu haben, da es einfach eine unglaublich schöne Erfahrung war ;)!!!

Aber obwohl mir hier alles echt wunderbar gefällt, sind mir doch, mal abgesehen von der räumlichen Distanz von 18.461 Kilometern zwischen Frankfurt und Nelson, schon einige andere „elementare“ ;) Unterschiede aufgefallen.Alicia
Zum einen wäre da der anscheinend größere Appetit der Kiwis, denn die Lunchboxen sind hier ungefähr 4 mal so groß wie ich es von zu Hause kenne. Zum anderen ist da die Packungsgröße von Lebensmitteln und anderen Produkten aus dem Supermarkt, denn obwohl Neuseeland ja sooo eine kleine Insel ist, kauft man hier alles in Riesenpackungen! 3 Liter Flaschen Milch, 1kg Butterstücke, 2 Liter Shampoo-Flaschen und 250g Tafeln Schokolade sind hier völlig normal!!!
Und selbst wenn man Sonntag morgens bemerken sollte, dass eine der (Riesen)Packungen leer geworden ist, ist das gar kein Problem, denn man kann 7 Tage die Woche Nachschub holen, da die Läden hier auch Sonntags geöffnet sind. Im Übrigen sind die Portemonnaies hier auch nicht so schwer, denn die kleinste Münze die es hier gibt ist das 10-Cent-Stück. Beim Bezahlen an der Kasse wird nämlich immer auf die nächste Zehnerstelle aufgerundet.

Des Weiteren ist die morgendliche Kleiderwahl in 10 Sekunden erledigt, da man einfach nur auf seine Schuluniform zurückgreifen muss ;). Auch scheinen sich die Kiwis der Schönheit ihrer Insel bewusst zu sein, denn obwohl es hier sehr wenig öffentliche Mülleimer gibt, liegt doch fast nichts umher - jeder nimmt seinen eigenen, unterwegs entstandenen Müll zum Entsorgen wieder mit nach Hause!

Bis bald, Alicia

Alicia05.01.2018 Neuseeland ich komme!!!

Wahnsinn! Jetzt sind es nur noch 17 Tage bis unser Flugzeug in Richtung Neuseeland aufbricht.

Es klingt wirklich alles fast wie ein Drehbuch! Erst Anfang November haben wir in Wiesbaden auf einer Jugendbildungsmesse eine sooo nette Study Nelson Mitarbeiterin getroffen und kamen sofort mit ihr ins Gespräch, alles wirkte für meine Eltern und mich so familiär und vertraut, als ob man sich schon ewig kennen würde.... und knapp 3 Monate später werde ich nun schon nach Neuseeland fliegen. Alle von Study Nelson waren so nett in den letzten Monaten, egal welche Frage wir stellten, sie wurden stets freundlich und schnell beantwortet.

Und wie großartig, Study Nelson ermöglicht mir sogar ein Teilstipendium - ich war wahnsinnig glücklich an dem Tag, als ich diese wunderbare Nachricht erfuhr.

Mein Name ist Alicia, ich bin 15 Jahre alt und werde für ein halbes Jahr an das "Nelson College for Girls" in Nelson gehen und für 2 Terms in Neuseeland bleiben. Ich freue mich schon sehr auf die Schule, auf alles Neue, aber auch darauf, das ich dort weiterhin Fußball spielen kann und auch im Orchester mitmachen kann. Wie wird es wohl sein, eine Schuluniform zu tragen, wie wird der Schulalltag in einem völlig anderen Schulsystem aussehen, wie blau wird das Meer sein, wie hoch die Wellen, ob ich wohl Delfine oder Wale sehen werde.....??? Es gibt eine Menge Fragen, die mir so im Kopf herumschwirren....!

Mit meiner zukünftigen Gastfamilie habe ich auch schon gemailt, habe Fotos gesehen und nun bin ich sehr gespannt auf sie und freue mich natürlich auch ganz besonders auf meine zwei kleinen Gastschwestern.

Als ich zu Weihnachten von meinen Großeltern als Überraschung mein "Weihnachtsgeschenk" in Form von NZ-Dollars bekommen habe und diese dann in der Hand hielt, da wurde das Ganze für mich wirklich so richtig "greifbar"! Neuseeland, ich koooomme......;-)!!!

Viele Grüße Alicia

Interview mit Aissa, die ihr Abitur 2013 mit uns in Neuseeland gemacht hat
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