Specialist Agent
Carolin Poppe

Carolin - Study Nelson Neuseeland Blog

7.06.2012: Zurück Zuhause

Fast zwei Monate bin ich nun schon wieder in Deutschland und ich muss sagen, einerseits freue ich mich meine Freunde endlich wieder jeden Tag sehen zu können, aber ich vermisse mein Leben in Neuseeland sehr.
So vieles ist so anders in Deutschland und ich kann mich daran einfach nicht mehr gewöhnen. Die Lebenseinstellung zum Beispiel. Hier geht es immer nur darum gute Noten zu schreiben, gutes Abi, studieren und dann einen guten Job zu finden. In Neuseeland lebt man eher so in den Tag hinein und schaut mal, was der so bringt und macht sich nicht so viele Gedanken darüber, was mal sein wird. So kam es mir zumindest vor. 
Ich vermisse meine Schule, das Nelson College for Girls und meine Freunde, die ich während den neun Monaten gefunden habe. Zum Glück gibt es Skype und Facebook, damit wir wenigstens ab und zu mal miteinander reden können, obwohl die Zeitverschiebung es nicht gerade einfach macht, einen Termin zu finden, an dem alle Zeit haben. 
Mir hat das Schulsystem in Neuseeland sehr gut gefallen. Nur 5-6 Fächer und die kann man je nach dem für was man sich interessiert wählen. Die Lernatmosphäre war auch viel entspannter als in Deutschland.
Im Moment sitze ich von früh bis spät in der Schule, mache Hausaufgaben und lerne. Da war das in Nelson schon etwas anderes. Vielleicht fällt es mir auch nur so schwer, weil ich es nicht mehr wirklich gewöhnt bin so viel zu lernen und erst mal wieder rein kommen muss. Es ist schon ein großer Unterschied.
Ich war nie ein wirklicher Meermensch, aber mir fehlt es einen so schönen Strand wie den Tahunanui Strand direkt vor meiner Haustür zu haben und mal eben für einen kleinen Schwimm ins Wasser zu rennen, oder einfach an Sommertagen die Sonne und die Umgebung zu genießen.

Host FamilyAm meisten fehlt mir jedoch meine Gastfamilie. Es ist immer noch so seltsam sie nicht jeden Tag zu sehen, mit ihnen Ausflüge zu machen und einfach rumalbern zu können. Ich hatte mich gerade daran gewöhnt eine Schwester zu haben, mit der man alle Mädel–Sachen besprechen kann, Samstage zu Filmetage werden lässt und über den neuesten Klatsch und Tratsch aus Nelson reden kann. Mein kleiner Gastbruder war immer so ein Energiebündel und ehrlich, ich vermisse die Legoschlachten – Gut gegen Böse-, springen auf dem Trampolin, singen, tanzen, den Hund Gassi führen, schwimmen und einfach mal wieder so wie 8 Jahre alt sein und nur Spaß zu haben.
Meine Gastmutter ist eine Person, mit der ich eine wirklich enge Bindung hatte, sie war quasi wie meine richtige Mutter. Ich vermisse es mit ihr über Dinge zu reden, über die man nur mit einer Mutter reden kann. Ich vermisse ihre Kuchen und ihre leckeren Abendessen. Ich hatte so viel Spaß mit ihr, gerade als meine Gastschwester zwei Monate in Europa rumgereist ist. Und natürlich mein Gastvater, der für jedes technische Problem immer eine Lösung parat hatte, mich mit zum Motorrad fahren genommen hat und mir immer Geschichten aus seinem Leben erzählt hat.
Ich hatte wahnsinniges Glück mit meiner Familie und ich bin froh, dass ich trotz anfänglicher Schwierigkeiten nicht gewechselt habe. Ich bin mir sicher ich hätte es bereut.

Rückblickend kommt es mir nicht so vor, als hätte ich tatsächlich neun Monate in Neuseeland, am anderen Ende der Welt verbracht. Es könnten auch nur drei Wochen gewesen sein, weil die Zeit einfach so unendlich schnell vorbeigegangen ist. Gerade war es Juli und schon war es Anfang April und es ging wieder nach Hause.

Mir fiel es leichter nach Neuseeland zu gehen, weil ich wusste, ich werde all meine Freunde sicher wieder sehen. Aber nach Hause zu kommen war wohl mit das Traurigste, das ich bisher erlebt habe, weil ich nicht weiß, ob ich die Menschen, die ich dort kennen gelernt habe jemals wieder sehen werde.

Ich hatte die bisher beste Zeit meines Lebens in Neuseeland und es tut mir weh, Bilder anzuschauen und mich an diese Zeit zu erinnern, aber ich habe auch viel gelernt und habe mich weiter entwickelt und Erfahrung gemacht, auf die ich stolz bin und sicherlich nicht gemacht hätte, hätte ich dieses Abenteuer nicht gewagt.

Es waren unglaubliche, tolle, grandiose, mega-super-duper-krasse neun Monate und ich werde mich an diese Zeit immer zurück erinnern und an die Menschen, die ich dort kennen gelernt habe. Ich bin so froh, diese Erfahrung gemacht haben zu dürfen und kann nur jedem, der die Idee hat ins Ausland zu gehen sagen, MACH ES!!!!

Welcome SignEs ist mittlerweile wieder ein Stück weit die Normalität in mein Leben zurückgekehrt. Ich habe angefangen meinen Führerschein zu machen und zu arbeiten. In der Schule komme ich einigermaßen mit und sonst treffe ich mich viel mit meinen Freunden, gehe reiten oder verbringe Zeit mit meinem Bruder. Neun Monate müssen schließlich auch wieder aufgeholt werden. ;)

Gerade letztes Wochenende war eine Freundin von mir hier in München zu Besuch, die mit mir nach Neuseeland geflogen ist. Sie ist jedoch schon im Dezember wieder nach Hause gekommen. Es hat so viel Spaß gemacht mit ihr über all die Dinge zu reden, die wir gemeinsam in Neuseeland erlebt haben.
Die Introductory Week von Study Nelson.
Die Nord Insel Tour mit NZ Direct.
Viele tolle Abende am Strand, shoppen in der Stadt…. Und und und ..
In den Sommerferien bin ich nach Bonn eingeladen und auch nach Bremen, Köln etc ..  Man kann also sagen, dass ich nicht nur in Neuseeländern Freunde fürs Leben gefunden habe.

Das ist nun mein letzter Blogeintrag. Vielen Dank an alle, die meine Zeit in Neuseeland mitverfolgt habe. Es hat mir unheimlichen Spaß gemacht zu schreiben und es ist auch eine gute Erinnerung an all das, was ich erleben durfte.

Take care,
Eure Caro

05.04.: Wie die Zeit vergeht…

So, das ist nun das letzte Mal, dass ich aus Neuseeland schreibe...

Ein ziemlich merkwürdiges Gefühl zu wissen, dass ich in 2 Tagen schon wieder zu Hause sein werde. Nach 9 Monaten in der Ferne, glaube ich, habe ich sogar vergessen, wie mein Zimmer zu Hause aussieht.
Heute war mein letzter Schultag und ich war wirklich traurig als ich nach Hause gegangen bin. Ich werde das Nelson College for Girls nicht mehr so schnell wiedersehen und meine Freunde auch nicht - zumindest nicht persönlich aber dafür wurden fleißig Email-Adressen und Skype-Namen ausgetauscht. Es kann also nichts mehr schief gehen!

Caro and friendsMeine letzten paar Wochen hier waren wohl mitunter die besten, die ich in Neuseeland verbracht habe. Ich habe viel mit meinen Freunden gemacht, wir waren gemeinsam in der Stadt unterwegs, sind ins Kino gegangen, haben Filmabende veranstaltet und haben natürlich jede Menge Fotos von unserer Clique gemacht  Ich werde sie wirklich sehr vermissen und unsere gemeinsame Zeit vor, während und nach der Schule!

Aber meine Freunde sind natürlich nicht das einzige was ich vermissen werde, sondern auch meine Klassen, meine Lehrer, die Pausen, einfach das College und natürlich meine Klassen und Kollegen am Boys‘ College. Ich musste heute am Ende der letzten Stunde richtig weinen und alle waren so süß und haben versucht mich zu trösten =) Schule ist einfach anders hier! Die Beziehung Schüler –  Lehrer ist fantastisch und tausend Mal besser als in Deutschland.

Maori classEs hat mir tierischen Spaß gemacht, die Sprache der Maori zu lernen und ich muss sagen, ich habe mich echt gemacht. Die anderen meinten sogar, ich sei echt gut und könnte die Wörter richtig aussprechen! Ich werde, wie ich sie so schön nenne, „meine Maori“ ganz schön vermissen!

Aber auch die Volleyballsaison ist mit den Nationals zu Ende gegangen. Wir haben eine ganze Woche lang Volleyball in Palmerston North (das liegt auf der Nordinsel) gespielt. Wir sind zuerst mit dem Kleinbus der Schule nach Picton gefahren, wo wir dann später mit der Fähre auf die Nordinsel gereist sind. Es war nicht unbedingt das Angenehmste, aber es hat tierischen Spaß gemacht. Wir haben die Musik im Bus ganz laut aufgedreht und jeder hat irgendwie mitgesungen (es klang schrecklich!!! :-)

Volley Ball teamUnser Hotel war wirklich schön und wir hatten große Zimmer mit tollem Bad und Küche. Ich habe mir ein Zimmer mit Nikki, einem anderen Mädchen, geteilt. Wir haben uns super verstanden und sind in dieser einen Woche richtig gute Freunde geworden!
An dem Turnier nahmen mehr als 100 Teams teil und die Sporthalle war einfach riesig! Gleich am ersten Tag habe ich mich verlaufen und bin zum „Schiedsrichtern“ zu spät gekommen =)
Wir haben zwar keinen wahnsinnig guten Platz erreicht, aber wir hatten unheimlich viel Spaß und wir haben eine Sache erreicht: wir waren das Team mit den meisten Verletzungen, das will doch etwas heißen! Immerhin ein Beweis von Engagement und Einsatz!
Es war wirklich eine tolle Zeit und sie war blitzschnell um! Ich werde das Team und die täglichen Trainings vermissen!

Und jetzt?
Nach 9 Monaten, 36 Wochen, 252 Tagen, 6048 Stunden, 362880 Minuten und 21772800 Sekunden ist meine Zeit im Land der langen weißen Wolke zu einem Ende gekommen.
Ich hatte gute und schlechte Zeiten, aber das war es wert!
Ich habe hier viel gelernt, viele neue Dinge gesehen und ausprobiert, neue Freunde gefunden und hoffentlich Bekanntschaften fürs Leben geschlossen!

Goodbye CakeIch habe meine Zeit in Neuseeland jeden Moment genossen und ich weiß, dass es mir schwer fallen wird, am Samstag in den Flieger zu steigen, aber es wartet ein tolles Zuhause mit Familie, Freunden und Pferd auf mich und darauf freue ich mich nach 9 Monaten doch sehr.

Also Leute,
das nächste Mal, wenn ich schreibe, sitze ich wieder in meinem Zimmer in München und habe meinen großen Bruder im Zimmer neben mir und nicht mehr meine neuseeländische Gastschwester =)

Ka kite ano
Eure Caro

20.02.: Und schon hat die Schule wieder angefangen

Es ist unglaublich wie schnell die Zeit hier vergeht. Die Sommerferien sind schon vorbei und ich hatte trotz der Länge unendlich viel Spaß und habe tolle Sachen erlebt.
Es war so schön, wieder meine Freunde wieder zu sehen. Ein paar hatte ich seit drei Monaten nicht gesehen und es war so schön endlich wieder mit ihnen reden zu können und zu hören, was sie so alles gemacht haben in ihren Ferien.
Ich bin jetzt Year 13, das heißt der älteste Jahrgang bei uns an der Schule  und das ist so was von cool! Wir haben richtige Privilegien =). Ich habe zum Beispiel nur noch fünf Fächer und nicht mehr sechs. Deshalb habe ich viermal die Woche eine Study Period, d.h. man sollte in dieser Zeit eigentlich an der Schule bleiben und lernen, aber weil ich jetzt Year 13 bin, darf ich in die Stadt oder nach Hause gehen. Das trifft sich ganz gut, weil ich nämlich am Freitag in der letzten Stunde Study habe und damit früher ins Wochenende starten kann. Aber um diese Privilegien zu bekommen, mussten wir erst mal für drei Tage ins Leadership Camp für Year 13. Es hat so viel Spaß gemacht. Am Mittwoch nach der Schule ging es los in Bussen. Um 213 Schüler irgendwo hinzubekommen, braucht man recht viele Busse und gute Nerven, jeden in den richtigen Bus zubekommen. Aber nachdem diese Hürde genommen wurde, ging es in das ungefähr eine Stunde entfernte Camp Teapot Valley. Bevor wir abgefahren sind, wurde festgelegt, ob man zeltet oder in einer kleinen Hütte schläft. Meine Freunde und ich waren leider etwas zu spät dran, um uns für die Hütten-Liste einzutragen, also mussten wir mit dem Zelt auskommen. Ich konnte das zum Glück von meiner Familie ausleihen. Das Aufstellen war eine recht lustige Sache. Wir hatten zwar eine Anleitung, aber es hat uns trotzdem fast eine Stunde gekostet, dieses Vier-Personen-Zelt aufzubauen und dann mussten wir es noch „einrichten“. Obwohl es für vier Personen gedacht war, war es relativ eng und ich hatte natürlich meine Isomatte vergessen, was den Boden um einiges härter machte und meinen Rücken massakriert hat, aber es geht schon wieder besser;)
Nachdem jeder eingezogen war, gab es Abendessen und dann einen kleinen Vortrag und schon ging es in die Zelte um zu „schlafen“. Nachtruhe war zwar schon für 23 Uhr angesagt. Meine Freunde und ich waren aber um 3 noch wach und haben geredet, was uns dann am nächsten Tag von den anderen vorgehalten wurde. Man hatte uns anscheinend bis ans Ende des Zeltplatzes hören können.
Am nächsten Tag mussten wir durch gefühlte drei Tage Präsentationen über Leadership. Zum Glück nicht auf leeren Magen. Es gab ein echt gutes Frühstück und generell war das Essen echt gut - Also es gab Frühstück, Morning Tea, Lunch, Afternoon Tea, Dinner und Supper. Ich habe nicht alles gegessen. Hätte man auch gar nicht können.
Nach dem Lunch hatten unsere Headstudents Spiele für uns vorbereitet und die mussten wir in kleinen Gruppen bewältigen. Es drehte sich natürlich alles um das Thema Leadership. Ich glaube die meisten von euch kennen das Spiel, in dem man ein Seil hat, das zwischen zwei Bäumen gespannt ist. Man muss dann versuchen alle Mitglieder des Teams über dieses Seil zu bekommen, ohne es zu berühren. Es hat echt viel Spaß gemacht, das mal wieder zu spielen, ich glaube das letzte Mal war in der sechsten Klasse auf Schullandheim.
Am letzten Tag haben wir alle unsere „Abzeichen“ bekommen, damit wir in der Schule nachweisen können, dass wir Year 13 sind und damit die Privilegien bekommen.
Und dann ging es auch schon wieder nach Hause und ins Wochenende.
Ich hatte echt eine Menge Spaß mit den anderen und ich würde liebend gerne noch einmal gehen. In Deutschland sollte so etwas auch eingeführt werden!

Mein Wochenende war recht stressig. Ich hatte ein Volleyball Tournier in Nelson, das heißt ich war von morgens um 8 bis abends um 7 in der Turnhalle und habe Volleyball gespielt. Manchmal erfolgreich und manchmal eher etwas dürftig. Es hat aber richtig Spaß gemacht und ich freue mich schon auf nächstes Wochenende. Da geht es nämlich nach Blenheim.

Es ist verrückt wie schnell die Zeit vergeht. Ich will gar nicht daran denken, dass ich weniger als zwei Monate meiner Zeit hier in Neuseeland übrig habe. Es fühlt sich so an, also ob ich gerade eben erst gelandet wäre und meine Gastfamilie das erste Mal gesehen hätte.
Ich möchte im Moment gar nicht mehr nach Hause. Ich habe hier tolle Freunde, eine tolle Schule (die Spaß macht), eine tolle Stadt um mich herum mit Strand und allem Drum und Dran. Aber am tollsten ist einfach meine Gastfamilie! Sie sind einfach die Besten! Ich fühle mich richtig wie ein Teil der Familie und es ist so toll eine Gastschwester zu haben, mit dem man über jeden Mädels-Kram reden kann! Ich kriege wirklich Magenschmerzen, wenn ich daran denke, dass ich sie vielleicht nicht mehr wieder sehen werde. Es ist einfach ein komisches Gefühl daran zu denken, dass man Menschen, mit denen man auf Zeit sein ganzes Alltagsleben geteilt hat, einfach hinter sich lässt, um in das alte Leben ohne sie zurück zu kehren. Ich habe sie wirklich unendlich lieb und sie sind einfach die beste Familie, die ich bekommen konnte.

Ach und ich hatte Geburtstag am 2. Februar. 17! Yay... Das war vielleicht was, gleich am ersten Schultag. Ich habe echt damit gerechnet, dass niemand weiß, dass es mein Geburtstag ist, erstaunlicherweise haben mir aber doch einige gratuliert und meine Gruppe hat mir sogar kleine Geschenke mitgebracht.
Von meiner Gastfamilie habe ich einen Gutschein für 30 Minuten Blow- karting bekommen. Eine Art Strandsegeln. Das macht so viel Spaß. Meine Gastschwester und ich gehen da jetzt jeden Montag hin und lernen wie man es richtig macht, mit alles Tricks und so.

Ach Gott - und mein Deutsch wird immer schlimmer. Ich habe keinen Kontakt mehr zu den deutschen Austauschschülern, die mit mir hergekommen sind. Die meisten sind eh schon wieder zu Hause, aber mit den anderen habe ich auch nichts mehr zu tun. Das heißt ich rede überhaupt kein Deutsch mehr. Gerade heute habe ich ein bisschen mit meiner besten Freundin in Deutschland geskypt und sie war geschockt. Ich habe in Denglisch geredet mit englischer Grammatik. Es war so lustig! Manchmal sind mir nicht mal mehr die deutschen Wörter eingefallen. Ich glaube das wird sich in meinem ersten Aufsatz sicherlich bemerkbar machen.

Aber bis dahin,
Liebe Grüße aus dem fantastischen Neuseeland

Eure Caro

 

Caro - 17.1.

So, Weihnachten ist vorbei und meine Familie ist wieder nach Deutschland zurück geflogen. Es war wirklich schön.
Ich habe meine Familie vom Flughafen abgeholt und dann haben meine Gastfamilie und ich ihnen erst mal Nelson gezeigt. Danach ging es auf einen kleinen Spaziergang an den Strand und dann gab es Fish ´n Chips, wovon meine Familie nicht sehr begeistert war, weil es viel zu fettig sei. =) Aber es ist halt ein typisches Kiwi-Ding: Fish `n Chips am Strand.
Am Abend waren wir dann noch beim Christmas Carol Singen an den Kirchentreppen. Das war wirklich sehr schön. Alle saßen auf den Treppen oder auf der Grasfläche darum herum und haben zusammen gesungen. Als es dann dunkel wurde, haben wir die Kerzen angezündet und hier und da waren so einige Weihnachtsmänner unterwegs, die sich alle für den „Echten“ ausgaben. Mein Bruder ist nicht gekommen, der war komplett fertig vom Jetlag und dem Flug und hat glaube ich mindestens 13 Stunden durchgeschlafen, sah dann aber am nächsten Tag wieder ganz normal aus.

Am Weihnachtsmorgen  ging es dann erst mal an das Geschenkeauspacken und zwar um ungefähr 6 Uhr morgens. Mein Gastbruder hat ein Schlagzeug bekommen und musste das dann natürlich gleich ausprobieren.
Ich habe von meinen Gasteltern einen Gutschein für zwei Stunden Paddleboarding bekommen. Es ist so etwas wie surfen, nur dass man ein Paddel hat und damit das Board sozusagen antreibt. Es macht echt viel Spaß, vor allem, weil man endlos weit rauspaddeln kann und dahin kommt, wo keiner mehr ist und ich habe Rochen gesehen. Leider hat es mit meinem Gleichgewicht etwas gehapert und ich bin einige Male ins Wasser gefallen, aber wieder rauf zu klettern ist nicht schwer.
Aber zurück zu Weihnachten.
Nach den Geschenken ging es zur Schwester meiner Gastmutter zum Pancake und Waffeln essen. Diesmal ist nur mein Bruder mitgekommen.
Die Pancakes waren super lecker und auch die Waffeln. Ich konnte leider nicht Unmengen davon essen, weil ich ja noch Platz für das Christmas Lunch übrig lassen musste.
Mein Bruder ist dann mit zu mir nach Hause gekommen und hat gleich angefangen mit meinem kleinen Gastbruder und seinen neuen Weihnachtsgeschenken zu spielen.

Christmas LunchZum Lunch ist dann die ganze Willis Familie zu uns gekommen und es gab Schinken und Hühnchen, Salate, Kartoffeln und so vieles mehr. Es war einfach viel zu viel gutes Essen und es ist recht viel übrig geblieben, aber das hat dann meine Gastfamilie im Laufe der nächsten Tage gegessen, haben sie mir erzählt.
Nach dem Lunch ging es dann auch schon los mit der Tour. Der Koffer war gepackt und ich musste ihn nur noch im Auto verstauen und schon ging es los. Erster Halt: Kaiteriteri. Ich war schon mal mit meiner Gastfamilie dort und es ist echt schön. Typisch goldener Strand, glasklares Wasser und auf der anderen Seite konnte man Nelson und die Berge im Hintergrund sehen. Der erste Tag war nur zum Relaxen gedacht, hatte ich gedacht. Stattdessen musste ich gleich wieder ins Auto einsteigen, weil die Lieben ja unbedingt die Golden Bay sehen wollten. Naja, ich hatte das zwar auch schon alles mit meiner Gastfamilie abgehakt, aber es war noch mal ganz schön da zu sein.
Am nächsten Tag ging es zum Kajaken in den Abel Tasman. Es war echt cool. Ich habe mir ein Kajak mit meinem Bruder geteilt und wir beide waren echt schnell unterwegs, was wohl vor allem auch daran lag, dass er ein bisschen stärker ist als ich. Wie auch immer, wir haben Seehunde gesehen, sogar echt viele mit ihren Babys. Wir haben in einer kleinen Bucht Halt gemacht und haben Lunch bekommen. Nur eine dumme Sache ist mir passiert. Ich habe meine, oder besser gesagt die Kamera meines Vaters im Wasser verloren. Ja, dumm gelaufen nennt man so etwas wohl, vor allem nachdem ich sie erst repariert bekommen hatte. Naja, jetzt habe ich ein wasserdichtes, sanddichtes, kältedichtes und schockdichtes Supermodel einer Kamera.
Wir waren drei Tage in Kaiteriteri, danach waren wir immer nur für eine Nacht an einem Ort und dann ging es auch schon wieder weiter.
Nach Kaiteriteri ging es nach Punakaiki zu den Pancake Rocks. Da wir bei Ebbe ankamen, konnten wir leider nicht die Blowholes bestaunen, was die ganze Sache etwas weniger spannend machte. Blowholes sind ganz einfach Löcher in den Felsen, durch die bei Flut das Wasser meterhoch in die Luft schießt.
Unser Hotel lag direkt am Strand und wir konnten am Abend noch einen kleinen Spaziergang machen, bevor uns die Sandflies aufgegessen haben.

Franz Josef GlacierAm nächsten Tag ging es weiter zum Franz Josef Gletscher. Wir sind mit einem Hubschrauber hochgeflogen und haben dann eine kleine Wanderung auf dem Gletscher gemacht. Es war echt beeindruckend all dieses meterdicke Eis unter sich zu wissen und immer mal wieder brach irgendwo Eis ab, das dann lauthals herabstürzte. Es sah nicht sehr aufgeräumt aus dort oben, was man aber wohl von einem Gletscher nicht wirklich erwarten kann. =)
Die nächsten Stationen waren Queenstown, Te Anau, Lake Tekapo, Kaikoura und wieder zurück nach Nelson.
Queenstown hat mir am besten gefallen. Eine richtig junge Stadt mit vielen jungen Leuten, die am Abend alle am kleinen Strand sitzen und so ihre Sachen machen. Mein Vater meinte nur, er sei froh ich würde in Nelson sein und nicht dort.
Te Anau hat mir auch sehr gefallen. Das Besondere war nämlich eine Schifffahrt durch den Doubtful Sound. Es war echt schön, so auf dem Schiff zu leben und zu schlafen. Wir hatten einen echt guten Natureguide mit uns, haben Delfine und Robben gesehen und er hat uns einiges über die Natur dort erzählt. War echt beeindruckend und das Essen war so was von gut!!!
In Lake Tekapo haben wir zum ersten Mal selbst gekocht, da in Neuseeland essen gehen sau teuer ist und wir uns dachten, so ein bisschen Spaghetti sind doch auch ganz nett.
In Kaikoura haben wir am Whale Watching teilgenommen. Gleich drei Wale haben wir gesehen und alle haben ihre Schwanzflosse schön gehoben, als sie wieder untergetaucht sind. Es war echt toll, so nah an diesen Wahnsinns Tieren zu sein. 17- 20 Meter lang, echt unglaublich.

Whale WatchingBevor wir wieder nach Nelson gefahren sind, haben wir noch einen kleinen Zwischenstopp in einem Restaurant gemacht und die besten Muscheln gegessen, die ich jemals hatte. Falls es jemanden interessiert: Das Restaurant in Havelock heißt Slip in.
Zurück bei meiner Gastfamilie haben wir zusammen gesessen und ein bisschen erzählt und dann ist meine Familie wieder ins Hotel gegangen und bin wieder in mein normales Leben zurückgekehrt. Am nächsten Tag habe ich meine Familie am Flughafen verabschiedet und jetzt sind sie schon längst wieder zurück im guten alten Deutschland.
Es war schön, sie nach sechs Monaten wieder zu sehen, aber ich muss sagen, dass es auch ziemlich komisch war, sie wieder zu sehen. Ich habe einfach gelernt, ohne sie zu leben und dann waren sie einfach da und das war schon seltsam. Ich habe auch gemerkt, dass ich mich verändert habe. Bei manchen Sachen stimmen wir einfach nicht mehr überein, da bin ich schon viel zu sehr Kiwi geworden=). Aber die Tour hat Spaß gemacht und jetzt habe ich von beiden Inseln das Wichtigste gesehen.

Es bleiben noch knapp zwei Wochen von den Sommerferien und dann geht es wieder zurück in die Schule, worauf ich mich um ehrlich zu sein schon freue. Ich persönlich finde es besser, wenn jemand für 9 Monate kommen möchte, nicht im Juli sondern im Januar anzufangen. Man hat einfach die Schule um Freunde zu finden und all das. Klar, ich habe auch schon Freunde, aber es ist manchmal schon schwierig Kontakt zu halten, wenn man sich während der Sommerferien so lange nicht sieht. Am Anfang ist es noch echt cool, so lange frei zu haben, aber jetzt bin ich heidenfroh, dass meine Gastmutter Ferien hat und mit mir und meinem Gastbruder campen fährt. Sonst wäre ich noch gestorben. Strand ist cool, aber ich kann nur jedem den Rat geben: Kommt lieber in Januar, dann ist viel mehr los =)

Aber wie gesagt, ich gehe jetzt zwei Mal campen und zwischendurch noch auf Tagesausflüge. Heute war ich am Strand, im Kino mit Freunden und ich werde vielleicht auch wieder Kitesurfen gehen. Also wie ihr seht, bin ich doch noch relativ beschäftigt.
Ich wünsche euch noch alles Gute für 2012 und für alle diejenigen, die jetzt im Januar kommen…

Kia Ora and welcome to the paradise!!

Eure Caro aus dem sonnigen New Zealand.

Caro - 16.12.: Marshmallows und Goldstrände

Nur noch eine Woche und ein bisschen bis Weihnachten und ich muss sagen, ich bin noch nicht so richtig in Weihnachtsstimmung. Wenn draußen kein Schnee ist und es morgens nicht dunkel ist und man keine Weihnachtmärkte in der Umgebung hat, dann kommt es einem nicht so vor, als sei bald Heilig Abend.
Gerade am Wochenende haben wir unseren Weihnachtsbaum gekauft, einen echten. Es hat so viel Spaß gemacht, den Baum zu schmücken, da kam es mir schon ein bisschen mehr vor wie Weihnachts- und Plätzchenzeit.

Christmas DecorIm Moment scheint jeden Tag die Sonne und es ist mehr als nur heiß. Der Strand ist in den letzten Tagen quasi mein zweites Zuhause geworden und schwimmen steht auf dem täglichen Programm.
Die Schule ist jetzt endgültig vorbei und die Sommerferien haben angefangen. Auch das Programm für uns, die Internationals, ist damit beendet.
Wir waren töpfern, kajaken im Abel Tasman National Park und trampen im Kahurangi National Park.
Es hat wirklich viel Spaß gemacht mit all den anderen Mädels zu campen, unser eigenes Essen zu machen und unter freiem Himmel zu schlafen.
Zuerst waren wir töpfern und jeder hatte einen Versuch am Töpferrad. Die meisten haben recht schöne Dinge dabei zustande gebracht, obwohl daran auch unsere Lehrerin mit Schuld war. Am selben Tag haben wir auch unseren Abel Tasman Trip für drei Tage geplant.
Was muss mitgenommen werden?
Wer ist mit wem in einem Zelt?
Welches Essen kauft man am besten?
Wer ist mit wem in einer Essengruppe?
Fragen über Fragen.
Letztendlich war dann doch allen klar, was zu tun war und gleich am nächsten Tag hat sich meine Gruppe schon getroffen, um das Essen zu organisieren.
Das war vielleicht was. Mindestens eine Stunde sind wir durch den Supermarkt gelaufen und konnten uns nicht entscheiden, was wir kaufen sollten.
Wie viel?
Wer mag was?
Was ist zu schwer?
Wir hatten dann aber trotzdem recht gute Sachen mitgenommen und keiner musste verhungern.
Am Montag ging es dann los. Recht früh, unsere Lehrerin meinte, dass je früher wir da wären, je weniger windig sei es.
Also waren wir um etwa acht in Marahau, wo uns schon unser Guide erwartete. Sie zeigte uns alles und wir mussten damit anfangen unsere Sachen in den Kayaks zu verstauen. Danach ging es zum Umziehen und ich bin nur froh, dass nicht allzu viele Fotos in diesen Klamotten gemacht wurden.
Es war schon ein Erlebnis, dann endlich auf dem richtigen Meer zu sein und mit Wellen, Wind und Regen zu kämpfen, was die ersten paar Stunden aber auch nicht zu den schönsten dieses Ausfluges gemacht haben. Zum Glück wurde das Wetter aber schnell besser und wir hatten eine wunderbare Aussicht auf die Küste des Abel Tasman National Parks mit all den Goldstränden und der beeindruckend wilden Natur.
Unsere erste Pause legten wir an einem recht großen Strand ein. Der Sand war warm und weich und hatte ernsthaft eine goldene Farbe. Das Wasser war türkis und man konnte mehrere Meter weit auf den Boden sehen, so klar war das Wasser.
Um ein bisschen was von der Natur zu sehen, haben wir uns dann auf einen kleinen Wildpfad aufgemacht, von dem man einen wunderbaren Blick auf die gesamte Bucht hat.
Unser Lager für die erste Nacht war Ancorage Bay. Auch dort war es recht belebt und viele andere Camper waren unterwegs. Wir hatten aber eine recht ruhige Ecke gefunden, um die Zelte auf zu schlagen und das Essen zu machen. Aber vor dem Essen hatten wir dann noch die Idee, schwimmen zu gehen. Das Wasser war zwar mehr als nur kalt, aber ehrlich - wann hat man schon wieder die Chance im Abel Tasman schwimmen zu gehen? Es war ein riesen Spaß ins Wasser zu rennen und einfach kindisch rumzutoben.

Abel TasmanBei Lagerfeuer und gegrillten Marshmallows ging dann der erste Tag zu Ende. Die Nacht im Zelt war recht ungemütlich und den meisten war kalt und jeder hatte irgendwo unter dem Rücken Wurzeln oder Steine liegen.
Wir waren dann aber doch recht motiviert am nächsten Tag weiter zu paddeln. Der nächste Tag war mehr zum Entdecken der Natur gedacht. Wir haben öfter Stopps eingelegt und haben sogar Seelöwen gesehen. Wir haben an kleineren Buchten Halt gemacht, die wir für uns ganz allein hatten. Die drei Tage sind viel zu schnell vorbeigegangen und schon saßen wir wieder im Minibus zurück zur Schule. Es war für mich das erste Mal zu campen und mein Essen mit Gaskocher zuzubereiten. Wir haben so viele tolle Dinge gesehen und unser Guide hat uns ein paar recht lustige Geschichte am Lagerfeuer erzählt. Ich wusste zum Beispiel nicht, dass die goldene Farbe der Strände vom Rost an bestimmten Steinen kommt. Aber es klingt natürlich besser zu sagen, Besuchen Sie die „goldenen“ Sandstrände des Abel Tasman, als, Entdecken Sie die „rostigen“ Strände des Abels Tasman.

KahurangiWir hatten nicht viel Zeit um uns auszuruhen. Am Mittwoch wieder zuhause und am Freitag wurde dann auch schon der nächste Trip geplant wurde: Wandern im Kahurangi National Park.
Es war an sich relativ das Gleiche, nur dass ungefähr keine wusste, wie viel sie mitnehmen sollte, wir mussten ja miteinbeziehen, dass wir Essen, Klamotten und alles andere selber in unseren Rucksäcken tragen müssten.
Ich verbrachte den ganzen Sonntag damit Dinge einzupacken, sie aber fünf Minuten später wieder auszupacken, weil sie mir doch nicht so wichtig vorkamen. Letztendlich war mein Rucksack dann aber doch tragbar und ich konnte es gar nicht mehr erwarten endlich loszugehen.

Leider war das Wetter dieses Mal nicht so freundlich zu uns und fast den ganzen Trip über regnete es und am Ende waren all unsere Schuhe, Klamotten und Rucksäcke durchnässt, wir hatten trotzdem eine Menge Spaß.
Es ging oftmals steil bergauf und unsere Lehrerin meinte ständig, es seien nur noch zehn Minuten bis zum Nachtlager. Im Endeffekt stellte sich aber heraus, dass es etwa eine Stunde bergauf laufen war. Danach trauten wir ihren zeitlichen Einschätzungen nicht mehr so sehr.
Die erste Nacht war die spannendste. Wie schliefen nur unter einem Rock Shelter und hatten keine Zelte oder Hütte. Um uns herum waren nur Berge, Wälder und man konnte die ganze Nacht über die Tiere hören, was so manche dann doch nervös machte.
Unsere Lagerfeuer-Marshmallow-Tradition führten wir weiter und als es dunkel geworden war, haben wir damit angefangen uns gegenseitig Geschichten über diesen und jenen Jungen zu erzählen und hatten dabei jede Menge Spaß.

Am nächsten Tag ging es erst mal zu unserem Schlafplatz für die zweite Nacht. Es war … eine richtige Hütte! Wir ließen unsere Sachen dort und machten uns dann mit nur ein paar Rucksäcken, Lunch und Regenkleidung auf, um den Schnee zu berühren. Ja, wir sind so weit nach oben geklettert, dass wir den Schnee anfassen konnten und wir hatten eine tolle Aussicht. Es war zwar etwas neblig und es regnete auch noch ein bisschen, aber die umliegenden Berge konnte man erkennen.
Und noch etwas, genau dort wo wir gewesen sind, wurden Teile der Herr der Ringe- Saga gedreht.
Nicht schlecht der Specht, was ?!!
Am letzten Tag mussten wir alles wieder zurücklaufen und gerade da fing es an zu schütten und es hörte den gesamten Nachhauseweg zum Minibus nicht mehr auf. Am Anfang hatten wir noch Spaß, haben geredet, aber dann die letzte Stunde ist jeder größtenteils allein gelaufen und es wurde auch nicht mehr groß darauf geachtet Pfützen auszuweichen, sondern wir sind einfach nur noch durch gestiefelt, die Schuhe waren eh schon durchnässt.
Um so schöner war es dann aber, im warmen Minibus zu sitzen, die letzten Müsliriegel zu essen und sie auf eine heiße Dusche und ein bequemes Bett zu freuen.

Alles in allem waren es echt tolle zwei Wochen, in denen ich viele neue Dinge erlebt und gesehen habe und manchmal dachte, es ginge nicht mehr, wo es dann aber doch noch ging.
Wir waren eine tolle Truppe von Mädels, die alle zusammen im Team gearbeitet haben und jede hat nach der anderen geschaut. Auch unsere Lehrerin war einfach spitze und die Ausflüge wären ohne sie sicherlich nur halb so schön und lustig gewesen.
Jetzt ist Nelson Experience leider vorbei, aber ein paar von uns planen schon nächstes Jahr wieder daran teilzunehmen.

kite surfingIm Moment genieße ich jeden Tag und bin ein richtiger Kite Surf-Fan geworden. Gerade am Montag hatte ich meine letzte Stunde und es hat echt gut geklappt. Ich bin manchmal richtig lange auf dem Board geblieben und mein Trainer war richtig begeistert. Es ist echt ein tolles Gefühl, so über die Wellen zu düsen, auch wenn es mich dann doch noch öfter vom Board zieht und ich mit dem Gesicht voraus im Wasser lande, was manchmal dann doch recht dumm aussehen kann.
Jetzt kann ich aber einfach vorbeikommen, mir die Sachen ausleihen und selber loslegen. Und ich habe eine von meinen Freundinnen dazu überredet, es auch mal zu probieren. Nächsten Montag sind wir beide an der Reihen und wer weiß, vielleicht kriege ich ja Rabatt, weil ich neue Kundschaft an Land gezogen habe.. =)

Und noch kurze Neuigkeiten zum Wetter: Es regnet seit mindestens zwei Wochen ohne Pause und der Maitai River ist am Übertreten und hat schon den gesamten Walkway unter Wasser gesetzt. Hier und da ein paar kleinere Erdrutsche, überflutete Häuser, Straßen Zentimeter tief in Matschwasser, überflutete Gullis. Das ist im Moment Nelson. Mal was anderes als das ständig Sonnenschein.
Ich hoffe nur, dass das Wetter die nächsten Tage wieder besser wird. Es macht echt keinen Spaß, wenn man nichts so richtig machen kann.

Wie gesagt, Weihnachten steht vor der Tür und ich freue mich schon darauf, es mit meiner Gastfamilie und meiner richtigen Familie zu verbringen. Meine Familie kommt für zwei Wochen nach Neuseeland und wir machen einer Südinseltour: Abel Tasman, Queenstown, Milford Sounds, Lake Tekapo und noch andere Städte, an die ich mich aber schon nicht mehr erinnern kann.
Es wird sicherlich schön Weihnachten mit beiden Familien zu verbringen, auch wenn es mit dem Englisch lustig werden kann.

Nächsten Freitag kommt also meine Familie und ich freue mich schon sehr darauf meinen Bruder endlich wieder zu sehen. So sehr er manchmal auch nerven kann, so ein großer, besserwissender Bruder kann einem ganz schön abgehen.
Zum Glück habe ich hier meinen kleinen Gastbruder, der mich doch recht auf Trapp hält.

Euch allen frohe und hoffentlich verschneite Weihnachten in Deutschland und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Eure Caro

Caro - 12.11.: Nordinseltour und Golden Bay

In den letzten paar Wochen, seitdem ich das letzte Mal geschrieben habe, ist so viel passiert. Das glaubt man gar nicht, wie viel man erleben kann.

Die zwei Wochen Ferien waren einfach nur der Wahnsinn. Ich habe die Nordinsel Tour von NZDirect gemacht. Elf Tage über die Nordinsel düsen, von einer Stadt zur anderen und ständig neue Dinge sehen. Es hat so unglaublich viel Spaß gemacht.
Man konnte zwei unterschiedliche Arten von Tour buchen. Entweder konnte man ganz bis an die Spitze der Nordinsel, oder man hat erst ab Auckland gebucht. Für diejenigen, die das Add-on gebucht hatten, ging es gleich am ersten Samstag der Ferien mit dem Flieger nach Wellington und dann weiter nach Auckland. Am Flughafen haben wir uns alle getroffen und sind dann gemeinsam mit dem Bus weiter bis nach Paihia gefahren. Während der Fahrt haben wir kurze Pausen gemacht, Spiele gespielt und kleine Snacks bekommen.
Man kann echt sagen, dass den meisten Paihia am besten gefallen hat. Vielleicht lag es daran, weil wir länger als nur eine Nacht da waren, oder einfach daran, dass man den Strand direkt vor der Nase hatte, das Hostel super war und die Aktivitäten einfach der Hammer. Man konnte eine Boottour machen, mit Delphinen schwimmen, oder einen Ganztages-Ausflug zum Cape Reinga machen, mit anschließendem Sandboarding und einem kurzen Stopp am 90 Mile Beach.
Ich habe diesen Ausflug noch im Nachhinein gebucht und ich muss echt sagen, es war die beste Aktivität, die ich gemacht habe auf der Tour. Das Wetter war zwar eher schlecht, mit Regen und Wind, aber gerade das hat die Aussicht vom Cape Reinga und dem Leuchtturm von viel beeindruckender wirken lassen. Man konnte genau die Grenze zwischen den zwei Meeren sehen, dem Atlantik und der Tasman Sea.
Das anschließende Sandboarden war auch ein Riesenspaß. Gerade weil der Sand durch den Regen nass war, erzählte uns der Guide, würde man noch schneller werden. Es macht einfach einen Heidenspaß im halsbrecherischen Tempo auf einem Board liegend die Dünen runter zu sausen, auch wenn man später Sand hatte, wo man eigentlich dachte, keinen Sand haben zu können. Um den Sand wieder loszuwerden, haben wir noch einen kleinen Zwischenstopp am 90 Mile Beach gemacht und sind ins Wasser. Die Wellen waren manchmal echt groß und man musste ganz schön aufpassen, dass man nicht von der Strömung mitgerissen wurde. Trotzdem wollte am Ende niemand so richtig wieder nach Hause fahren.
Mir selber hat Paihia auch am besten gefallen. Es war einfach eine tolle Atmosphäre. Vor dem Dinner noch kurz eine Runde schwimmen und danach im Dunkeln noch die Buchten erkunden. Ein paar haben sogar geschafft morgens ganz früh aufzustehen, um schwimmen zu gehen und sich den Sonnaufgang anzusehen.
Ganze drei Tage waren wir in Paihia, bevor es mit dem Bus wieder zurück nach Auckland ging, wo die Leute zu uns stießen, die das Add-on nicht gebucht hatten.
Unsere Gruppe hat sich wirklich gut verstanden. Die meisten waren zwar Deutsche, aber glücklicherweise gab es noch eine Italienerin und einen Brasilianer, die uns dann doch recht schnell deutlich gemacht haben, doch bitte Englisch zu sprechen. Man kann also sagen, dass es nicht allzu deutsche elf Tage für uns waren.
Von Auckland ging es weiter nach Whitianga, dann nach Rotorua, zu den Waitomo Caves und zum Schluss wieder zurück nach Wellington.
Jede Stadt hatte etwas ganz Eigenes und es sind viel zu viele Dinge passiert und ich habe viel zu viele tolle und einmalige Sachen erlebt und gemacht, um alle hier aufzuschreiben.

In Whitianga war ich endlich nach Monaten mal wieder reiten, in Rotorua war ich im Wai-o-Tapu Thermal Wonderland und wir waren am zweiten Abend zu einem traditionellen Maori-Essen, dem Hangi ins Tamaki Village eingeladen. Das war noch etwas, was mich sehr beeindruckt hat. Die Maoris haben uns viele verschiedene Dinge über ihre Kultur erzählt, bestimmte Spiele, ihre Traditionen und Verhaltensweisen. Abschließend bekamen wir dann auch noch eine echte Vorführung mit Tanz und Gesang geboten. Nach dem Abend war jeder sicherlich mehr als nur satt, aber hat auch Einiges über die Maori gelernt.
Waitomo ist besonders für seine Höhlen berühmt. Es ist schon beeindruckend durch jahrtausendalte Höhlen zu gehen, hunderte von Glühwürmchen zu sehen und unter sich noch einen großen Fluss zu haben.
Da einige von uns ziemlich am Rugby World Cup interessiert waren, hat Amber, unser Guide, wie verzweifelt nach einer Möglichkeit gesucht, das Spiel Australien vs. Neuseeland zu schauen. Glücklicherweise wurden wir von einer netten Frau auf ihre Farm eingeladen. Viele der Anwohner waren auch da und so konnten wir mal sehen, wie sich echte Kiwis beim Rugby verhalten – nicht anders als Deutsche, wenn Deutschland im Fußballfinale steht.
In dem Moment hat man mal wieder die Gastfreundlichkeit der Kiwis zu spüren bekommen. Einfach so eine Horde von mittlerweile 13 Teenagern in eine kleine Scheune einzuladen, will schon etwas heißen.
Als am nächsten Tag das letzte Mal der kleine Bus gepackt wurde, um die letzte Fahrt bis nach Wellington anzutreten, wurden ein paar schon etwas sentimental. Immerhin hatten wir in den letzten Tagen quasi zum größten Teil in diesem Bus gelebt.
Die Fahrt nach Wellington war die längste. An die neun Stunden sind wir durch Dörfchen, Städte und unberührte Natur gefahren.
Schließlich und endlich haben wir dann das letzte Mal ein Hostel bezogen und ein letztes Mal Koffer Treppen raufgeschleppt.  Am Abend konnten wir wieder in kleinen Gruppen durch Wellington streifen und die Stadt erkunden. Das wurde natürlich voll ausgenutzt. Später saßen ein paar dann noch in der Lounge und haben die gesamten Bilder auf einen Laptop gespielt und nach den besten gesucht. Am Ende sind es glaube ich etwa 27 GB gewesen.
Bevor wir am Nachmittag wieder unsere Flieger nach Haue angetreten haben, haben wir noch das Parlament und das Te Papa, das wohl berühmteste Museum Neuseelands besucht.
Wir hatten eindeutig zu wenig Zeit in Wellington. Es war eher ein Rumgehetze zwischen Hostel – Parlament – Pause – Museum – Flieger.
Da die Mehrheit der Leute aus Nelson kam, hatten wir noch ein bisschen länger Zeit, bis es ans Verabschieden ging.
In Nachhinein muss ich einfach sagen, es war die tollste Zeit, die ich hier bisher hatte. Es war eine tolle Gruppe an Leuten, mit denen man einfach nur Spaß hatte und so viele Dinge erlebt hat, an die man sich noch lange erinnern wird. Natürlich wurden auch ganz neue Freunde gefunden und mittlerweile planen schon einige nach Nelson zu kommen und umgekehrt.
Ein ganz großes Danke geht auch an unsere beiden Guides Alex und Amber. Die beiden waren einfach nur spitze und haben die 1 ½ Wochen auch noch mal verbessert und sich echt viel Mühe gegeben. Auch wenn Alex leider schon ein paar Tage früher wieder nach Hause musste.
Wenn ich jetzt mit den Leuten, die nicht in Nelson wohnen, auf Facebook schreibe, dann kommt am Schluss immer der Satz: Ich will wieder zurück nach Paihia! Und jeweils der andere stimmt zu.

Aber das war natürlich noch nicht alles, was in den Ferien so passiert ist. Nach zwei Tagen Verschnaufpause ging es mit meiner Gasfamilie schon weiter an die Golden Bay für vier Tage. Sie hatten ein kleines Ferienhaus gemietet, das einen direkten Zugang zum Strand hatte und auch sonst einfach herrlich war. Insgesamt waren wir sieben Leute. Liz, Pete, Ben, die Schweizer Austauschschülerin Stefanie und zwei ihrer Freunde und ich natürlich.
Der erste Tag war leider etwas verregnet und deswegen ging es für alle unter die Erde in eine Cave. Diesmal musste man schon ein bisschen klettern. Mit Pete habe ich mich dann noch in eine Höhle tiefer abgeseilt. Es war für mich nicht gerade erfolgreich. Obwohl ich schon mal in einer Höhle gewesen bin, war es wieder ein tolles Erlebnis. Gerade weil man durch die Gegend klettern musste und durch kleine Lücken zwängen musste.
Am nächsten Tag war die Sonne dann da und ich habe erst mal einen Sonnenbrand bekommen von zwanzig Minuten am Strand. Später am Tag haben wir uns dann wieder zum Reiten begeben, und zwar alle!
Es war so schön nochmal im Sattel zu sitzen. Ich habe mit Stef den Drei-Stunden-Ritt an den Wharariki Beach gemacht. Ich bin noch nie vorher am Strand geritten, in München hat man nicht so die Chance dazu. Mit einem Wort: TOLL!!
Wir durften dann auch noch am Wasser entlang galoppieren und das in einem Affentempo.
Leider ging es schon viel zu schnell wieder zurück nach Nelson. Ich habe jeden Tag der Ferien richtig genossen und hätte nichts dagegen, das nochmal zu erleben.
Es ging dann aber doch wieder in die Schule und das war auch schön. Endlich wieder die Freunde zu sehen und wieder Volleyball zu spielen. Das ist auch immer wieder etwas Gutes.
Aber jetzt ist die normale Schulzeit auch schon wieder vorbei, da jetzt die NCEA-Examen beginnen, so etwas wie das deutsche Abitur, und das schreibe ich nicht mehr mit. Aber zum Glück hat die Schule verschiedene Dinge für uns geplant.
Am Montag geht es für drei Tage in den Abel Tasman zum Seakayaking und dann wird getöpfert und wieder drei Tage gewandert durch den Kahurangi National Park.
Ich freue mich schon sehr drauf und es wird sicher eine super Zeit mit all den anderen.
Wir wurden in Dreiergruppen aufgeteilt und zusammen haben wir gestern das Essen für das Seakayaking gekauft. Das war vielleicht etwas. So schwierig hatte ich mir Einkaufen nie vorgestellt. Keine Milch, nur Pulver, nur haltbare Dinge. Wie oft Reis, was zum Mittagessen, was zum Abendessen??
Es hat mindestens zwei Stunden gedauert. Ich hoffe bloß, dass wir jetzt genügend Essen haben und keiner verhungern muss.
Das nächste Mal erzähl ich euch dann, ob wir uns verirrt haben, oder alles gut gelaufen ist und wir satt geworden sind.

Eure Caro

Caro - 26.10.: Caro in Neuseeland

86 Tage, das sind 2.085 Stunden,  125.100 Minuten und 7.506.000 Sekunden - so lange bin ich nun schon am schönsten Ort der Welt und ich muss sagen, es war eine tolle Zeit, aber es gab auch einige Momente, in denen nicht alles so rosig abgelaufen ist.
Wenn man einmal aus dem Flugzeug ausgestiegen ist, da wird man geradezu in ein neues Leben geschmissen und dabei kennt man sich doch noch gar nicht aus.
Neues Land, neue Kultur, neue Menschen, neue Umgebung.

Das seltsamste Gefühl für mich war, bei einer ganz fremden Familie zu leben. Mit Menschen zu wohnen, die man vorher nur auf ein paar Bildern gesehen hat, oder auf Facebook gestalkt hat.
Was, wenn es nicht gut klappt?
Was, wenn sie mich nicht mögen?
Was, wenn ich sie nicht verstehe?
Ich schätzte mal, jeder, der für längere Zeit bei einer Gastfamilie gewohnt hat, hat sich am Anfang über das oder Ähnliches Sorgen gemacht. Wer sagt, er hätte sich nie Gedanken darüber gemacht, der lügt sowieso.
Als ich das erste Mal meine Gastfamilie am Flughafen getroffen habe, waren sie sofort unglaublich lieb zu mir. Alle haben mich umarmt, gefragt, wie der Flug gewesen sei und ob ich müde sei.
Meine Gastmutter und meine Gastschwester haben mir mit dem Gepäck geholfen und auf dem Weg zu ihrem Auto wurde ich schon von meinem kleinen Gastbruder in Beschlag genommen.
Mein Gastvater hat zuhause auf uns gewartet und auch er hat mich sofort umarmt. Gemeinsam haben sie mir dann das Haus, mein Zimmer und alles Wichtige gezeigt.
Vom ersten Moment an habe ich mich richtig willkommen gefühlt und nachdem ich meine Koffer ausgepackt hatte, sah mein Zimmer schon viel mehr nach meinem Zimmer aus.

Die erste Woche war noch von Study  Nelson geplant. Vormittags hatten wir Englischunterricht.
Wir haben mehr über Neuseeland erfahren und wie hier alles abläuft. Nachmittags haben wir dann immer etwas Bestimmtes unternommen. Zum Beispiel ging es an einem Tag zum Centre of New Zealand, einem tollen Aussichtspunkt, nur der Weg auf den Berg fanden die Wenigsten gut. Um die Stadt kennen zu lernen haben wir eine Schnitzeljagd gemacht und schon da ist einem die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Kiwis aufgefallen. Egal wen man gefragt hat, Alt oder Jung, man hat immer eine nette Antwort bekommen und ein paar wollten sich dann auch gleich weiter mit uns unterhalten.
Die erste Woche ist wie im Flug vergangen und das einzig Schlechte daran war die Kälte. Da die Häuser ja nicht wirklich isoliert sind, nehmen sie über Nacht quasi Außentemperatur an. Morgens wäre ich fast gestorben, als ich aus meinem wunderbar warmen Bett aufstehen musste. Dabei  hatte ich meistens zwei Hosen, drei Paar Socken, ein langärmeliges Shirt und ein Fleece an. Trotzdem wären mir fast die Zehen abgefallen.
Zum Glück ist es mittlerweile Frühling und an manchen Tagen schon richtig warm und kurze Hosen oder Kleid sind angesagt.
Nach der Einführungswoche ging es dann auch schon gleich weiter mit der Schule.
Nelson College for Girls.
Ein erster Gedanke: Mein Gott, sind das viele Mädchen!!
Da dachte ich mir dann schon, ob das die richtige Entscheidung gewesen war, eine Mädchenschule auszusuchen.
Natürlich gab es auch da erst wieder eine Einführung in all die Regeln der Schule und wir haben unsere Uniform bekommen.  Das war vielleicht was. Richtige Größe? Second Hand oder neu? Sommer- und Winterrock? Naja, am Ende des Tages hatte dann jeder die passende Uniform und war glücklich. Zum Abschluss des ersten Schultages hatten wir dann noch die letzte Stunde regulären Unterricht. In meinem Fall war es Te Reo Maori, die Sprache der Maori.
Ich muss sagen, das ist mein allerliebstes Fach. Meine Lehrerin meinte zwar, dass ich nicht viel machen könnte, weil die anderen schon richtig gut sind, aber sie würde mir immer wieder Aufgaben geben und Vokabeln und mir etwas über die Kultur erzählen.  Es macht unheimlich viel Spaß die Sprache zu lernen und ich kann mittlerweile schon eine kleine Rede über mich und meine Familie halten.
Meine restlichen Fächer, Mathe, Bio, Französisch, Englisch und Sport sind auch ganz lustig. Nur Mathe und Bio war wegen der Begriffe am Anfang recht schwer und manche der Themen, die wir in Mathe durchgenommen haben, hatte ich nicht in Deutschland, was die ganze Sache dann nochmal verkompliziert hat. Die Lehrer hatten aber alle Verständnis dafür und haben es gerne auch doppelt und dreifach erklärt. Mittlerweile verstehe ich zumindest schon mal, was die Lehrerin sagt, nur mit der Umsetzung hapert es noch, weil ich eben doch kein Mathegehirn habe.

Mit Freunden in der Schule war das auch so eine Sache. Ich kann nicht sagen, dass mir die Freunde geradezu in den Schoß geflogen sind. Die Mädchen sind zwar alle nett und höflich zu dir, aber man muss schon einiges an Eigeninitiative zeigen, um mit ihnen richtig befreundet zu sein. Man sollte nicht erwarten, dass sie einfach auf einen zugehen und  von jetzt auf gleich in deren Gruppe aufnehmen. Von daher waren die ersten Wochen Schule immer so ein Hin und Her zwischen Deutschen und Kiwis. Jetzt nach dem ersten Term hat sich das aber alles eingespielt und ich habe eine richtig nette Clique von Mädchen gefunden, mit denen ich Fächer zusammen habe und auch da neben ihnen sitze. Bald treffen wir uns auch und dann kochen wir gemeinsam und in den Sommerferien wollen sie mich mit an den Strand nehmen und mir ihre eigenen geheimen Ecken zeigen.
Mit meiner Gastfamilie unternehme ich am Wochenende auch viel. Ausflüge an den Strand, ins Hinterland von Nelson, in verschiedene Buchten. Wir waren schon Minigolfen und in einer richtigen Höhle mit Stalagmiten und Stalagtiten.  Sie zeigen mir viel von Nelson und der Umgebung und geben mir auch immer Tipps, was ich mir selber mit Freunden anschauen könnte.

Und zum Rugby World Cup haben sie extra Karten für das Spiel Australien gegen Russland gekauft. Ich habe mich richtig drauf gefreut. Australien hat gewonnen!!! Es war einfach zu gut! Wir haben Australien angefeuert, uns mit gelb und grün die Gesichter bemalt, unsere Haar gelb gefärbt und mit einigen Flaggen in der Luft gewedelt. Am Ende gab es für mich dann auch noch ein Foto mit Sekope Kepu.
Auf den Bildern seht ihr mich beim Picknick am Strand mit Freunden, meine Gastfamilie und mich vor dem Rugby Spiel und meinen Gastbruder und mich im Cave Ngarua.

Jetzt ist mein erster Schulterm auch schon wieder vorbei und zwei Wochen Ferien sind angesagt. Ich habe mich total drauf gefreut, weil ich eine Nordinseltour gemacht habe. Einmal bis ganz an die Spitze und dann wieder zurück nach Wellington mit Zwischenstopps in verschiedenen Städten.
Bungy Jumping, mit Delfinen schwimmen, Kayaken, Segeln … und noch so vieles mehr. Es war eine tolle Zeit, weil viele der anderen, mit denen ich hergekommen bin, die Tour auch mitgemacht haben. Und sogar einige der Mädchen, mit denen ich mich in der Schule angefreundet habe.

Ich kann es gar nicht glaube, wie schnell die Zeit vergangen ist, seit meinem Abflug in Deutschland. Noch viel weniger kann ich glauben, dass ich immer noch ein halbes Jahr vor mir habe, in dem ich noch viel mehr tolle Sachen erleben und sehen werde.

Eure Caro

Interview mit Aissa, die ihr Abitur 2013 mit uns in Neuseeland gemacht hat
High School Neuseeland Blogs:
Lilian
Lilian
Friederike
Friederike
Lorenz
Lorenz
Annika
Annika
Nina
Nina
Izem
Izem
Gina
Gina
Francisco
Francisco
Madeleine
Madeleine
Swenja
Swenja
Valentina
Valentina
Anna
Anna
Antonia
Antonia
Louisa
Louisa
Felix
Felix
Jana
Jana
Arno
Arno
Marie
Marie
Sophia
Sophia
Pia
Pia
Lilli
Lilli
Janine
Janine
Philipp
Philipp
Sarah
Sarah
Hannah
Hannah
Lena
Lena
Carolin
Carolin
Katarina
Katharina