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Alicia - High School Neuseeland Blog

15.10.18 Was in letzter Zeit so passiert ist...

Kia Ora Everyone,
Jetzt ist es schon ein Weilchen her, dass ich mich das letzte Mal aus dem mittlerweile schon warmen und frühlingshaften Neuseeland gemeldet habe! : )
In den letzten paar Wochen und Monaten habe ich echt total viel erlebt worüber ich euch heute mal ein wenig erzählen werde.

AliciaAnfang September war ich mit meiner Fußballmannschaft auf einem Turnier in Taupo auf der Nordinsel. Dafür sind wir an einem Samstagmorgen mit den zwei Schulvans losgefahren in Richtung Picton von wo wir dann die Fähre rüber nach Wellington auf der Nordinsel genommen haben. Die Überfahrt dauerte so ca. 3 Stunden und war total schön, denn es war ein sonniger Tag und die Natur die man dadurch sieht, ist echt beeindruckend. Erstmal fährt man ein wenig durch die “Malborough Sounds, wo der Ozean tiefblau ist und viele kleine grüne Inseln zu sehen sind, bevor man dann “Cooks straight” überquert wo man dann wirklich komplett auf offenem Meer ist, und die Wellen dementsprechend auch größer sind, was aber solange man draußen auf dem Deck ist echt lustig ist : ) In Wellington angekommen, ging die Fahrt dann noch für ein paar Stunden weiter, bis wir dann gegen Abend endlich in unserer Unterkunft am “Lake Taupo” angekommen sind. Die nächsten Tage waren dann vollgepackt mit Fussball spielen : ) Da es hier in Neuseeland üblich ist Sport in der Schule und nicht im Verein zu machen, spiele ich im Fußballteam des “Nelson College for Girls”. Und das Turnier, auf dem wir waren, war das “New Zealand Secondary school tournament” das heißt wir haben gegen andere Schulen aus ganz Neuseeland gespielt. Leider war mein Team nicht so erfolgreich, am Ende des Turniers waren wir 23. von 32. teilnehmenden Teams! Aber die ganze Woche über hatten wir unglaublich viel Spaß zusammen und auch wenn wir einige Spiele verloren haben, haben wir uns nicht unterkriegen lassen und immer noch zusammengehalten. Die Woche ist total schnell vorbeigegangen und als wir dann nach 7 erlebnisreichen Tagen wieder auf dem Rückweg nach Nelson waren habe ich mich einerseits zwar gefreut meine Gastfamilie wiederzusehen aber anderseits war ich auch echt traurig, dass das Turnier vorbei war, denn das war der Abschluss der Saison, denn hier in NZ ist Fußball leider nur ein Wintersport.

AliciaDas nächste schöne Erlebnis über das ich euch gerne mal ein wenig berichten würde ist der “Abel Tasman Tramp” den ich Ende September mit Nelson Experience gemacht habe.
Morgens sind wir erstmal zu “Kaiteriteri” gefahren, einem echt beliebten Strand bei den Kiwis : ).Der ist ca. eine Autostunde von Nelson entfernt und ist auch der Startpunkt des “Abel Tasman National Parks” . Von da aus haben wir ein Wasser Taxi genommen um in den Park rein zufahren. Wir wurden an einem Strand mitten im National Park abgesetzt und dann sind wir losgelaufen, mit unseren Rucksäcken auf dem Rücken. (die zum Glück lange nicht so schwer waren wie beim “Heaphy“ da wir nur für 2 Tage unterwegs waren : ) ) Es ging entlang von goldenen Sandstränden, hohen Hügeln von deren Gipfeln aus man einen unglaublichen Blick auf das klare tiefblaue Wasser hatte - die unglaublichen Strände, die grünen Inseln und einfach das Gesamtpaket von all diesen Dingen und mehr auf einmal sehen konnte . Gegen Mittag kamen wir schon an der “Anchorage Bay”an, wo wir dann den Rest des Tages mit schwimmen gehen, Karten spielen und einfach die Natur genießen verbracht haben. Unser Nachtquartier war eine Hütte, die nur etwa 10 Meter vom Meer entfernt stand. Als es dann Zeit fürs Bett war haben ich und ein paar andere spontan unsere Schlafsäcke genommen und sind raus an den Strand zum schlafen gegangen. Das war echt cool, denn man hat den Ozean, der nur 2m von uns entfernt war (da gerade Flut war) rauschen gehört. Der Sand war viel bequemer als ich vorher dachte, und alles in allem war es einfach ein total wahnsinniges “Feeling” mitten in der Natur an einem wunderschönen Strand zu schlafen : ) Nachdem wir logischerweise noch lange geredet haben, sind wir dann alle echt fröhlich eingeschlafen : ) Doch leider nicht für lange! Denn plötzlich hat es angefangen zu regnen!!!Das war echt schade, denn dann sind wir alle aufgewacht und mussten dann doch für den Rest der Nacht in die Hütte gehen. Den nächsten Tag sind wir dann noch für ein paar weitere Stunden durch den wunderschönen National Park gelaufen und haben alle tausende Fotos gemacht : ) und es einfach genossen, bevor wir dann wieder ein Wasser Taxi genommen haben, um aus dem Park raus zukommen. Ich war einfach unglaublich beeindruckt von der ganzen Landschaft und hätte nie gedacht dass ein so schöner Ort wie der Abel Tasman überhaupt existieren kann ! : )

Alicia
Falls ihr jetzt Lust bekommen habt ein wenig mehr von diesem wunderschönen Ort zu sehen, dann googelt doch einfach mal “Abel Tasman” und ihr werdet viele schöne Fotos finden, aber eins kann ich euch sagen, in Echt sieht es wirklich noch viel schöner und 1000mal eindrucksvoller aus, als auf den besten Fotos der Welt : ) und ich bin echt froh dass ich die Möglichkeit hatte es mit eigenen Augen zu sehen! : )
Eure Alicia

26.07.18 Der Heaphy Track
Hallo zusammen, ich bin es wieder aus dem immer noch wunderschönen Neuseeland!!! : )

Heute möchte ich euch ein wenig über den Heaphy Track erzählen, den ich vor ein paar Wochen mit Outdoor education gemacht habe. Der Heaphy ist einer von NZ´s Great Walks. Er befindet sich im Karuhangi National Park und ist ca. 80 km lang. Ja wirklich, ganze 80km! Vorher dachte ich: “Oh mein Gott wie soll ich das jemals schaffen“!? Aber jetzt im Nachhinein muss ich sagen, es war eigentlich nicht ganz so hart wie ich es erwartet habe. Das liegt aber wahrscheinlich auch daran, dass wir uns im Gegensatz zu den meisten Leuten 5 und nicht 4 Tage Zeit genommen haben (Was mir aber nur recht war xD). Da ich in meinemLeben noch nie zuvor "Trampen" war, war ich echt froh dass mein Gastvater ein sehr leidenschaftlicher Tramper ist und mir daher viele Tipps geben konnte und mir geholfen hat, meinen Plan einen möglichstleichten Rucksack zu haben, in die Tat umzusetzen! : )

Und so ging es dann los...
Alicia… Dienstagmorgen um 4:45am haben wir uns an der Schule getroffen, da wir erstmal eine 5 Stunden lange Autofahrt vor uns hatten. In Karamea, am Start des Heaphys angekommen, haben wir zu Beginn noch ein paar wichtige Dinge besprochen und dann ging es auch schon los, mit unseren großen Rucksäcken auf dem Rücken starteten wir in die unglaubliche Natur Neuseelands!!! Im Laufe des Tages sind wir an wunderschönen Sandstränden entlanggelaufen, haben die riesigen Wellen des Ozeans an der Westküste bestaunt, sind durch ganze Palmenwälder gelaufen, haben Flüsse auf Hängebrücken überquert und kleinere Bäche wortwörtlich "durchquert" und hatten zusammen einfach unglaublich viel Spaß, denn wenn das Laufen mal langweilig oder anstrengend wurde haben wir kleine Spiele gespielt und uns so damit und mit jede Menge Gesprächen die Zeit vertrieben. Eine Pause haben wir so ca. jede Stunde eingelegt, bis wir dann kurz vor Sonnenuntergang endlich die Hütte erreicht haben. Den ersten Abend haben wir, so wie alle folgenden, neben Abendessen kochen, mit Karten spielen neben dem Kamin verbracht, was mir echt total viel Spaß gemacht hat.

Der nächste Tag war der härteste von allen Fünf, denn wir haben ca. 17.5 km zurückgelegt und es ging fast den ganzen Tag nur bergauf. An diesem Tag sind wir durch ein Waldgebiet gelaufen und einige wenige Hängebrücken und Bäche gab es auch wieder. Mein Highlight von diesem 2.Tag war definitiv der riesige Baum mit einem wahnsinnig dicken Stamm, an dem wir vorbeigekommen sind, denn selbst mit 6 Leuten konnten wir ihn noch nicht ganz umarmen!!!

Am Donnerstag war dann auch schon Halbzeit und es war mit Abstand die kürzeste Strecke denn wir mussten nur knapp 3 Stunden laufen um zur nächsten Hütte zu kommen. An diesem Tag sind wir eigentlich die ganze Zeit durch Steppenlandschaft gelaufen, was aber echt schön war, wenn auch total anders als die Tage vorher. Aber genau das ist was ich am Heaphy Track so beeindruckend fand, die Landschaft durch die wir gelaufen sind war so vielfältig und fast jeden Tag anders als den davor! : )

AliciaDen nächsten Morgen als wir aufgestanden sind und aus dem Fenster geschaut haben, sahen wir sofort, dass alles weiß gefroren war und das hat die ersten paar Stunden Laufen am Freitag echt interessant gemacht, denn es war teilweise total glatt und rutschig. Das war zwar ein wenig nervig, aber gleichzeitig sah es auch so schön aus im strahlenden Sonnenschein den Frost schmelzen und ganz langsam auf den Boden tropfen zu sehen. Gegen Mittag als wir gerade um eine Ecke kamen, sahen wir dann auf einmal vor uns auf dem Pfad mehrere "South Island Takahe" schöne einheimische Vögel von denen es mittlerweile aber leider nur noch ca. 400 gibt. Umso beeindruckender war es also, diese Vögel dann wirklich mit eigenen Augen zu sehen : ) Sobald die Takahe uns dann erblickt hatten, haben sie sich natürlich gleich versteckt und leider haben wir es nicht geschafft sie nochmal lang genug zu Gesicht bekommen, um ein Foto zu machen, aber hören konnten wir sie noch ein Weilchen : )
Und dann nach ein paar weiteren Stunden Laufen, kamen wir an der letzten Hütte, der "Perry Saddle Hut", die 916m über dem Meeresspiegel liegt, an. Da es unser letzter Abend war sind wir natürlich lange aufgeblieben, und hatten noch einmal richtig viel Spaß beim Karten spielen.

Samstag, ging es dann zum Glück nur noch bergab was trotzdem echt anstrengend war, denn wie alle hatte ich lange nicht mehr so viel Energie wie an Tag 1 und auch meine Füße wollten nicht mehr so richtig mitspielen, denn meine 2 wirklich großen Blasen haben einfach bei jedem Schritt wehgetan : (
Als wir dann am späten Nachmittag am Van angekommen und uns nach 5 wundervollen, aber auch echt anstrengenden Tagen, wieder auf den Rückweg nach Nelson gemacht haben war ich einerseits echt traurig dass es vorbei ist aber andererseits habe ich mich auch schon total darauf gefreut, endlich wieder Duschen zu können, elektrisches Licht, Handysignal und WLAN zu haben und einfach nicht mehr aus dem Rucksack heraus leben zu müssen. : ) Ich muss echt sagen in diesen paar Tagen habe ich all die Dinge, wie eine warme Dusche , die ja normalerweise selbstverständlich sind, zu schätzen gelernt... : )

Alles in allem kann ich nur sagen bin ich echt froh, dass ich die Möglichkeit hatte mal "Trampen" zu gehen, denn es war einfach eine echt schöne Erfahrung. Ich muss aber dazu sagen, wir hatten auch echt Glück mit dem Wetter, denn es hat jeden Tag die Sonne geschienen : ) . Bei viel Regen hätte es mir glaub ich lange nicht so viel Spaß gemacht...: )
Das wars für heute, bis demnächst mal wieder
Eure Alicia

20.05.18 Meine ersten Ferien in Neuseeland

Hallo alle zusammen,
Wie letztes Mal ja bereits erwähnt, werde ich euch heute mal ein wenig über die Nord- und Südinseltour berichten, die ich in den Ferien mit Nzdirect gemacht habe.

Da der Tourstart in Auckland gewesen ist, musste ich am Samstagmorgen von Nelson dorthin fliegen. In Auckland angekommen, war ich als erstes mit einigen anderen, die ich beim Einführungskurs in Nelson kennengelernt hatte, shoppen, denn auch wenn mir das vorher gar nicht so bewusst war, Nelson ist schon eine echt kleine Stadt. : )  Am Abend sind wir dann alle zusammen, also die ganze Gruppe, auf den Sky-Tower gegangen was echt cool war, denn von dort oben aus hatte man einen super schönen Ausblick auf die Stadt und den Hafen. In den nächsten Tagen war ich an einem „ Hot Water Beach“ , habe „ Cathedral Cove“ gesehen Alicia(Das ist eine Höhle direkt am Strand und das Meer ist dort unglaublich klar und türkis). Ich war am „Hobbiton Movie-Set“ und habe Bilbo Beutlin besucht : ) , war in einer „Maori-Village“, wo wir für ein paar Stunden in die Maori-Kultur eintauchen durften und dann ein traditionelles Maori-Abendessen hatten, habe die „Huka Wasserfälle“ gesehen und noch einige andere schöne Sachen, bis wir dann in Neuseelands Hauptstadt Wellington angekommen sind und dort das „Te papa“ Museum, Neuseelands Nationalmuseum besucht haben. Nach 5 wunderschönen, aber auch echt anstrengenden Tagen verließen wir die Nordinsel und fuhren mit der Fähre nach Picton.

Von dort sind wir gleich weiter nach Nelson gefahren, wo wir die Nacht verbracht haben. In den nächsten 9 Tagen hatten wir dann wieder volles Programm: Ich war in Hamner Springs in den „Hot Pools“ schwimmen , habe tolle Wasserfälle und weiter im Süden dann schneeweiße Berge und tiefblaue AliciaBergseen gesehen. Am „Lake Tekapo“ habe ich eine „Stargazing Tour“ gemacht was ich unglaublich beeindruckend fand, denn man hat so viele Sterne gesehen und die waren so strahlend hell.
In Dunedin habe ich dann eine „Wildlife Tour“ gemacht, wo wir Albatrosse, Seelöwen und Yellow-Eyed-PINGUINE gesehen haben. Die Pinguine waren ungefähr so 1m groß und es war unglaublich süß von nahem zu sehen wie sie aus dem Meer kommen und  am Strand entlang watscheln. Das war auf jeden Fall eines meiner Highlights, denn ich meine, wer kann schon von sich behaupten Pinguine in freier Wildbahn gesehen zu haben? Ich jetzt schon !!! :)

In den folgenden Tagen war ich dann noch bei der steilsten (bewohnten) Straße der Welt und wir sind sie alle zusammen hochgelaufen. Ich war auch in Queenstown an der Brücke wo das Bungee Jumping erfunden wurde und habe dort ein paar Leuten beim Springen zugesehen (NEIN, ich bin nicht selber gesprungen :-0!! ), wir sind mit einer Gondel auf die Queenstowner Skyline hochgefahren, haben dort den Ausblick genossen, eine „Haka-Performance“ gesehen und dann im Skyline-Resturant ein richtiges Kiwi Buffet Dinner gehabt, das hat unglaublich gut geschmeckt aber ich hab viel zu viel gegessen… :) ! Am Alicianächsten Tag habe ich dann die „Doubtful Sound Tour“ in NZ´s Fjordland gemacht, war in einer -5° Ice Bar, und in den darauffolgenden Tagen habe ich dann den sogenannten Spiegelsee gesehen ( der heißt so,weil die Wasseroberfläche so ruhig ist, dass sich wirklich JEDES Detail spiegelt ) , Ich habe die „Pancakes Rocks“ gesehen , viele schöne Muscheln gesammelt und am letzten Tag, in Westport, bin ich zum ersten Mal in meinem Leben Surfen gewesen, das war echt total cool und die Wellen dort, an der Westküste, waren echt riesig :) !
Alles in allem war die Tour eine unglaublich tolle Erfahrung, denn ich habe sooo viele wunderschöne Sachen gesehen und erlebt, und zusätzlich auch noch einige neue Freunde gefunden. :)  Also ich kann echt jedem empfehlen so eine Tour mitzumachen, weil man auf diese Weise schafft, in kürzester Zeit wahnsinnig viel von diesem wundervollen Land zu sehen!!

Das war es Erstmal für heute, bis bald,
eure Alicia

07.04.18 Schule am anderen Ende der Welt

Hallo zusammen,
ich bin´s wieder aus dem immer noch wunderschönen und sonnigen Nelson.
Wie ich letztes Mal ja bereits schon erwähnt habe, werde ich euch heute mal ein wenig über die Schule hier in Neuseeland erzählen!

Der Unterricht beginnt in meiner Schule glücklicher Weise erst um 9.00 Uhr, somit ist man wirklich sehr viel wacher zum lernen. Da ja, wie bereits im letzten Blog erwähnt, hier am Nelson College for Girls eine Schuluniform getragen wird, bringt einem das morgens auch noch ein paar „wertvolle Schlafminuten“ mehr, denn die Uniform ist morgens natürlich ruckzuck gegriffen und angezogen…. ;-)
Aber während ich es am Anfang echt komisch fand so zur Schule zu gehen, bin ich mittlerweile total überzeugt, dass das eine wirklich gute Sache ist, da die Herkunft, der Preis und die Qualität der Kleidung jedes Einzelnen von niemanden bewertet werden und man sich während der Schulzeit mit seinen Freunden auf viel wichtigere Dinge konzentrieren kann.

In den Schulstunden muss ich mich hier nicht mit Fächern, die ich nicht so besonders gern mag „quälen“ ;). Ich konnte mir die Kurse aussuchen, die mich am meisten interessieren. Meine Fächer sind jetyt: Englisch, Mathe, Physik, Drama, Physical Education und Food and Life studies. Da die letzten drei in Deutschland nicht wirklich angeboten werden bzw. einfach ein wenig anders sind, erkläre ich euch mal kurz worum es jeweils geht.
In Food and Life studies dreht sich eigentlich alles rund ums Kochen, aber wir machen sowohl Theorie als auch Praxis. Letzteres macht mir natürlich immer am meisten Spaß – und vor allem ist es lecker ! :)
Drama ist ähnlich wie in Deutschland, einfach Theater spielen und Physical Education, ist mein absolutes Lieblingsfach hier, denn ich finde das Fach hier ist viel besser aufgebaut, als der Sportunterricht in Deutschland, unter anderem, weil die 2 wichtigsten Grundsätze sind, dass alle mit einbezogen werden und mitmachen, also Teamwork, und Spaß haben. Außerdem haben wir in PE auch Theorie-Stunden, aber dank meiner super netten Klasse und meiner tollen Lehrerin machen auch diese echt Spaß!. Vor einigen Wochen hatten wir einen sogenannten „Beachday“ mit meiner PE - Klasse, da haben wir einen ganzen Tag am Strand, mit Beach Volleyball, Raft racing, Flag racing, Schnorcheln und Rippa Rugby (das ist so eine Art Rugby ohne Körperkontakt) verbracht.
Das hat alles unglaublich viel Spaß gemacht, das einzige was aber leider ausgerechnet an diesem Tag nicht so schön war, war das Wetter, denn es hat permanent geregnet…! :( Aber davon haben wir uns natürlich nicht unterkriegen lassen und hatten trotzdem jede Menge Spaß!

AliciaWas mir auch echt gut gefällt ist,dass die Schüler hier in Häuser aufgeteilt sind, an meiner Schule gibt es fünf davon, und es dann verschiedene Wettbewerbe über das Schuljahr verteilt gibt, bei denen man Punkte für sein Haus sammeln kann. Jedes Haus hat seine eigene Farbe und alle kleiden sich dann an diesen Wettbewerbstagen immer komplett in der Farbe ihres Hauses. Das sieht manchmal echt lustig aus! :) Mein Haus heißt Maitai und unsere Farbe ist rot. Die anderen Häuser an meiner Schule haben die Farben gelb, grün, blau und lila. An diesen Tagen ist es also richtig bunt auf dem Schulgelände!
Man kann sich das Ganze ein bisschen so vorstellen wie bei Harry Potter, nur dass es hier halt nur für ein paar Tage pro Jahr von Bedeutung ist. So hatten wir z.B. am 8. März den sogenannten „House Hepathlon“. Dort gab es Wettkämpfe zwischen den Häusern, wie Gummistiefel-Weitwurf, Pferde- und Schubkarrenrennen, Tauziehen, und noch einige mehr. Es war wirklich total lustig und im Nachhinein bin ich echt froh mitgemacht zu haben, und nicht wie viele andere nur zugeschaut zu haben, denn es hat unglaublich viel Spaß gemacht ! :) Am Ende des Tages hat mein Haus übrigens sogar ganz knapp den zweiten Platz erreicht!

Generell muss ich sagen, dass hier in Neuseeland vieles anders ist als in Deutschland, es wird hier in der Schule z.B. sehr viel mehr mit Computer, und insbesondere mit Microsoft Office gearbeitet, als ich das von zu Hause gewohnt bin und - nicht zu fassen aber wahr!!! - es gibt sogar kostenloses WLAN in der Schule! :) Handys und Laptops sind im Unterricht erlaubt und werden oft für die Unterrichtsrecherche oder um sich Notizen zu machen eingesetzt. Und auch in den Pausen, könnte man sein Handy benutzen wenn man das möchte.
Die Lehrer hier in Neuseeland sind auch gar nicht streng und man hat das Gefühl, dass sie viel „näher“ am Schüler sind als bei uns zu Hause. Trotzdem bringen die Schüler ihnen Respekt entgegen und stellt Euch vor: Wenn die Stunde zu Ende ist, dann bedanken sich die Schüler für den Unterricht, bevor sie den Raum verlassen! Denn jeder sagt, oder murmelt zumindest, ein "Thanks" in Richtung des Lehrers. Diese Geste gefällt mir richtig gut!! :)

AliciaVon einer Aktion an meiner Schule möchte ich Euch auch gerne noch erzählen, da ich sie wirklich genial finde und dadurch auf einfache Art und Weise, etwas für den „guten Zweck“ erreicht wird.
8 mal pro Jahr, am sogenannten „Mufti-Day“ dürfen die Schüler in Privatkleidung zur Schule kommen, dafür müssen sie allerdings einen Dollar bezahlen und das Geld wird dann z.B. an eine Krebsorganisation gespendet. Wer keine Lust darauf hat, der kommt einfach in der Schuluniform und zahlt dann eben nichts.

Also, dies war nun mein kurzer Bericht über das Schulleben hier in Nelson. Das nächste Mal werde ich Euch wohl etwas von meiner Neuseelandrundreise erzählen, die ich nächste Woche starten werde und auf die ich mich schon sooooo sehr freue!!! :)

Ciao, Eure Alicia


24.02.18 Die Unterschiede :)

Kia ora everyone!
Nicht zu fassen, jetzt bin ich schon über einen Monat in Neuseeland!!

Hier ist es einfach wunderschön! Das Wetter ist wirklich sensationell und auch die Menschen hier sind viel offener und freundlicher als ich das aus der Großstadt eigentlich gewohnt bin! Meine Gastfamilie hat mich super aufgenommen, sie sind total nett und ich habe mich schon gut bei ihnen eingelebt. Coolerweise haben sie sogar einen Pool im Garten, sodass ich viel Zeit mit meinen zwei kleinen Gastschwestern beim Schwimmen verbringe :)

AliciaDie Schule unterscheidet sich zwar total von meiner Schule in Deutschland, ist aber eigentlich echt schön. Davon werde ich euch aber nächstes Mal ein wenig mehr berichten. Eine der coolsten Sachen ist, dass ich jeden Freitag „Nelson Experience“ habe, wo ich zusammen mit neun anderen internationalen Schülern, und einem Lehrer ;) Outdoor-Aktivitäten mache, die in Deutschland in unserem Alter wahrscheinlich nicht möglich wären. So haben wir uns zum Beispiel letzte Woche von einer Brücke in einen Fluss abgeseilt und in den nächsten Monaten werden wir noch Segeln, Kayaking, Rock Climbing, Windsurfen und viele weitere spannende Sachen ausprobieren.
Ich hätte mir gar nicht vorstellen können, dass ich mich so was wie „Abseiling“ jemals trauen würde, aber wie ihr ja auf dem Foto sehen könnt, habe ich glücklicherweise doch den Mut dazu gehabt und im Nachhinein bin ich echt froh es gemacht zu haben, da es einfach eine unglaublich schöne Erfahrung war ;)!!!

Aber obwohl mir hier alles echt wunderbar gefällt, sind mir doch, mal abgesehen von der räumlichen Distanz von 18.461 Kilometern zwischen Frankfurt und Nelson, schon einige andere „elementare“ ;) Unterschiede aufgefallen.Alicia
Zum einen wäre da der anscheinend größere Appetit der Kiwis, denn die Lunchboxen sind hier ungefähr 4 mal so groß wie ich es von zu Hause kenne. Zum anderen ist da die Packungsgröße von Lebensmitteln und anderen Produkten aus dem Supermarkt, denn obwohl Neuseeland ja sooo eine kleine Insel ist, kauft man hier alles in Riesenpackungen! 3 Liter Flaschen Milch, 1kg Butterstücke, 2 Liter Shampoo-Flaschen und 250g Tafeln Schokolade sind hier völlig normal!!!
Und selbst wenn man Sonntag morgens bemerken sollte, dass eine der (Riesen)Packungen leer geworden ist, ist das gar kein Problem, denn man kann 7 Tage die Woche Nachschub holen, da die Läden hier auch Sonntags geöffnet sind. Im Übrigen sind die Portemonnaies hier auch nicht so schwer, denn die kleinste Münze die es hier gibt ist das 10-Cent-Stück. Beim Bezahlen an der Kasse wird nämlich immer auf die nächste Zehnerstelle aufgerundet.

Des Weiteren ist die morgendliche Kleiderwahl in 10 Sekunden erledigt, da man einfach nur auf seine Schuluniform zurückgreifen muss ;). Auch scheinen sich die Kiwis der Schönheit ihrer Insel bewusst zu sein, denn obwohl es hier sehr wenig öffentliche Mülleimer gibt, liegt doch fast nichts umher - jeder nimmt seinen eigenen, unterwegs entstandenen Müll zum Entsorgen wieder mit nach Hause!

Bis bald, Alicia

Alicia05.01.2018 Neuseeland ich komme!!!

Wahnsinn! Jetzt sind es nur noch 17 Tage bis unser Flugzeug in Richtung Neuseeland aufbricht.

Es klingt wirklich alles fast wie ein Drehbuch! Erst Anfang November haben wir in Wiesbaden auf einer Jugendbildungsmesse eine sooo nette Study Nelson Mitarbeiterin getroffen und kamen sofort mit ihr ins Gespräch, alles wirkte für meine Eltern und mich so familiär und vertraut, als ob man sich schon ewig kennen würde.... und knapp 3 Monate später werde ich nun schon nach Neuseeland fliegen. Alle von Study Nelson waren so nett in den letzten Monaten, egal welche Frage wir stellten, sie wurden stets freundlich und schnell beantwortet.

Und wie großartig, Study Nelson ermöglicht mir sogar ein Teilstipendium - ich war wahnsinnig glücklich an dem Tag, als ich diese wunderbare Nachricht erfuhr.

Mein Name ist Alicia, ich bin 15 Jahre alt und werde für ein halbes Jahr an das "Nelson College for Girls" in Nelson gehen und für 2 Terms in Neuseeland bleiben. Ich freue mich schon sehr auf die Schule, auf alles Neue, aber auch darauf, das ich dort weiterhin Fußball spielen kann und auch im Orchester mitmachen kann. Wie wird es wohl sein, eine Schuluniform zu tragen, wie wird der Schulalltag in einem völlig anderen Schulsystem aussehen, wie blau wird das Meer sein, wie hoch die Wellen, ob ich wohl Delfine oder Wale sehen werde.....??? Es gibt eine Menge Fragen, die mir so im Kopf herumschwirren....!

Mit meiner zukünftigen Gastfamilie habe ich auch schon gemailt, habe Fotos gesehen und nun bin ich sehr gespannt auf sie und freue mich natürlich auch ganz besonders auf meine zwei kleinen Gastschwestern.

Als ich zu Weihnachten von meinen Großeltern als Überraschung mein "Weihnachtsgeschenk" in Form von NZ-Dollars bekommen habe und diese dann in der Hand hielt, da wurde das Ganze für mich wirklich so richtig "greifbar"! Neuseeland, ich koooomme......;-)!!!

Viele Grüße Alicia

Interview mit Aissa, die ihr Abitur 2013 mit uns in Neuseeland gemacht hat
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